Menschenwürde und öffentliche Sicherheit

Die ersten 48 Stunden: Beschuldigtenrechte im polizeilichen Ermittlungsverfahren

Die ersten 48 Stunden: Beschuldigtenrechte im polizeilichen Ermittlungsverfahren

Die EGMR-Rechtsprechung lässt erkennen, dass in allen EU-Mitgliedstaaten Beschuldigtenrechten verletzt werden. Hinzu kommt, dass die EU ein Interesse daran hat, das Vertrauen zwischen den EU-Mitgliedstaaten zu fördern, um die gegenseitige Anerkennung gerichtlicher Entscheidungen zu erleichtern. Gemeinsame Mindeststandards können dazu beitragen.

Atlas of Torture: Informations- und Kooperationsplattform für den globalen Kampf gegen Folter

Folter und andere Formen der Misshandlung sind trotz des universellen Verbotes weiterhin weltweit grausame Realität, welche die Mehrheit der Staaten weltweit betrifft. Zugleich fehlt das Bewusstsein für das Problem. Wie der UN-Sonderberichterstatter über Folter beschreibt, leben wir in einer Zeit der „kollektiven Amnesie“, in der offizielle Berichte und die öffentliche Meinung Folter im Zeichen der Sicherheit und des Kampfes gegen Terrorismus verharmlosen und sogar gutheißen. Dabei wird vergessen, welches Leid und welchen Schaden sie anrichtet.

Zahlreiche internationale und innerstaatliche Akteure setzen sich durch Monitoring, Forschung, Öffentlichkeitsarbeit, technische Unterstützung etc. im Kampf gegen Folter und andere Formen von Misshandlungen ein. Allerdings gestaltet sich der Zugang zu Informationen über das Problem als nicht ausreichend. Good-Pratice Beispiele und Richtlinien zur Prävention werden nicht nur ungenügend dokumentiert, sondern werden außerdem nur begrenzt öffentlich zugänglich gemacht. Ferner verteilen sich Informationen zu den Hauptursachen des Problems sowie zu bewährten Praktiken für die wirksame Vermeidung von Folter und  Misshandlungen auf verschiedene Quellen und ihre Dokumentation erfolgt nur unzureichend.

Außerdem führt eine unzureichende Koordinierung zwischen verschiedenen Akteuren zu regelmäßigen Überschneidungen und ungenutzten Synergien. Das Potenzial von internetbasierten Technologien muss im Hinblick auf mögliche Kooperationen, besseren Austausch und effektive Unterstützung und Lernmöglichkeiten in Zukunft noch weiter untersucht werden.

Aus diesen Gründen zielt der Atlas of Torture darauf ab, Organisationen und Einzelpersonen in ihrem Wirken zu bekräftigen und den globalen Kampf gegen Folter und Misshandlung zu stärken, indem:

  • das Bewusstsein für das Problem der Folter und Misshandlung geschaffen bzw. geschärft wird und dafür, wie das Problem durch Dokumentation, Lernen und Austausch verhindert werden kann.
  • Informationen zu Folter und Misshandlung leicht zugänglich gemacht werden.
  • die Arbeit der AkteurInnen, die sich im Kampf gegen Folter und Misshandlung einsetzen, sichtbarer gemacht wird.
  • der Austausch und die Zusammenarbeit gestärkt werden.

Mit dem Atlas of Torture schaffen wir einen one-stop-shop für ForscherInnen und Personen aus der Praxis. Die Website soll AkteurInnen als zentrale Anlaufstelle dienen, um einfach und ungehindert auf aktuelle Informationen und Strategien zur Prävention von Folter und andere Formen der Misshandlung zugreifen zu können.

Wir haben unsere Crowdfunding-Kampagne erfolgreich abgeschlossen!

Crowdfunding Kampagne

DANKE an alle für die großartige Unterstützung! Wir haben nicht nur unser Finanzierungsziel erreicht, sondern konnten es sogar übertreffen.

Ein Dankeschön gebührt auch allen, die durch ihre Testimonialvideos gezeigt haben, wie wichtig eine globale Kooperationsplattform ist, unseren Partnern HURIDOCS & dem LBG Open Innovation in Science Center, unserem Institut und allen, die zum Erfolg unserer Kampagne beigetragen haben.

Nun ist es an der Zeit, den neuen Atlas of Torture zum Leben zu erwecken.

Handbuch: Menschenwürde auf der Anklagebank

Handbuch

Menschen mit intellektuellen und psychosozialen Beeinträchtigungen gehören zu den schutzbedürftigsten Gruppen von Verdächtigen und Beschuldigten in Strafverfahren. Sie sind besonders gefährdet kein faires Verfahren zu durchlaufen. Ihre Beeinträchtigung wird oft nicht bzw. nicht rechtzeitig erkannt oder nicht berücksichtigt. Ihre Verfahrensrechte, insbesondere das Recht auf Information, das Recht auf Zugang zu einem Rechtsbeistand und das Recht auf medizinische Unterstützung, vor allem auch während des Freiheitsentzuges, werden häufig nicht entsprechend gewahrt.

Atlas of Torture - Weltweite Kooperations-Plattform zu Folter und Misshandlung

Atlas of Torture

Anlässlich des Internationalen Tages zur Unterstützung von Folteropfer veröffentlicht das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (BIM) eine Beta-Version des Atlas of Torture – ein innovatives Werkzeug im Kampf gegen Folter und Misshandlung. Damit unterstreicht das BIM den Bedarf nach besserem Zugang zu Informationen und stärkerer Kooperation in der Folterprävention.

Die Veröffentlichung der Website ist Teil einer großen Crowdfunding Kampagne. Wir müssen bis zum 13. Juli auf die Gesamtsumme von 50.000€ kommen. Unterstützen Sie uns dabei, den Atlas of Torture ins Leben zu rufen!

Unterstützung via Startnext: https://www.startnext.com/en/atlas-of-torture

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