Frauenrechte, Kinderrechte, Rechte von Menschen mit Behinderung, Menschenhandel

Frauenrechte – Kinderrechte – Menschenhandel: drei sehr heterogene menschenrechtliche Themenbereiche, die durch spezifische Ansätze, aber auch Gemeinsamkeiten gekennzeichnet sind.

Zum einen handelt es sich um Rechte bestimmter sozialer Gruppen (Frauen, Kinder), die von Stärkung und Emanzipation sowie der Notwendigkeit eines Mainstreamings ihrer Rechte geprägt sind. Im Kontext von Frauenrechten spielt die Gender-Dimension eine zentrale Rolle, im Bereich der Kinderrechte ist es die generationale und Lebensaltersdimension. Frauen- und Kinderrechte haben für die Weiterentwicklung des Menschenrechtsdiskurses bedeutende Impulse geliefert, insbesondere was die Wirksamkeit von Menschenrechten zwischen privaten Rechtssubjekten betrifft (obligation to protect).

Zum anderen bietet Menschenhandel klare Anknüpfungspunkte sowohl zum Frauenrechtsschutz als auch zum Kinderrechtsschutz. Menschenhandel bedeutet die Verbringung von Menschen innerhalb eines Landes oder grenzüberschreitend durch beispielsweise Gewalt oder Täuschung zu Zwecken der Ausbeutung. Menschenhandel hat auf internationaler wie europäischer Ebene hohe Aufmerksamkeit erlangt, allerdings noch mit bescheidenen Erfolgen. Eine besondere Herausforderung liegt hier darin, dem bereits erheblich ausgebauten Bereich der Strafverfolgung eine ebenso wirksame Kooperation im Bereich des Opferschutzes sowie der Prävention zur Seite zu stellen und in allen Bereichen ein menschenrechtliches Monitoring durchzuführen.

Zu allen drei Zielgruppen bilden die Forschungsinhalte „Schutz vor Gewalt und Ausbeutung“, „Rechtsschutz“ sowie „Monitoring“ besondere Schwerpunkte des Teams. Auf methodischer Ebene bildet der Aspekt der partizipativen Forschung mit Betroffenen möglicher Menschenrechtsverletzung ein Schwerpunkt.

Kurzfilm zu klinisch-forensischen Untersuchungen

Filmstill RiVi short film (by Johnny Be Good and Cinéma Humain)

Im Rahmen des RiVi-Projekts wurde ein bewusstseinsbildender Kurzfilm über klinisch-forensische Untersuchungen produziert, der nun der Öffentlichkeit zugänglich ist. Das RiVi-Projekt zielt darauf ab, das Recht von Gewaltopfern auf den Zugang zu klinisch-forensischen Untersuchungen zu stärken, unabhängig von der Einreichung einer Strafanzeige. Dies ermöglicht die Aufnahme von Beweisen, die für zukünftige Verfahren relevant sein könnten.
 

Online-Training zu klinisch-forensischen Untersuchungen

Online-Training zu klinisch-forensischen Untersuchungen

Das Universitätsklinikum Heidelberg, einer der Partner im RiVi-Projekt, hat ein Online-Training zum Thema klinisch-forensische Untersuchungen entwickelt, das nun öffentlich verfügbar ist. Ziel des RiVi-Projekts ist es, die Rechte von Gewaltopfern durch einen verbesserten Zugang zu klinisch-forensischen Untersuchungen zu stärken. Das Online-Training trägt dazu bei, das Wissen des medizinischen Personals in Hinblick auf klinisch-forensische Untersuchungen zu erweitern.

Internationaler Tag gegen Menschenhandel: Vier Fragen an Julia Planitzer

Internationaler Tag gegen Menschenhandel: Vier Fragen an Julia Planitzer

Vor 20 Jahren einigten sich Staaten auf Ebene der Vereinten Nationen im ‚Palermo Protokoll‘ auf eine Definition für Menschenhandel. Julia Planitzer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (BIM) und Mitglied von GRETA, der Expert*innengruppe des Europarats für Maßnahmen gegen Menschenhandel, beantwortet anlässlich des Internationalen Tages gegen Menschenhandel vier Fragen zum Thema.

Publikation: Menschenrechte in gelebter Praxis – Good-Practice-Beispiele

https://www.zeitschriftmenschen.at/content/view/full/117520

Die aktuelle Ausgabe von "Menschen. Zeitschrift für gemeinsames Leben, Lernen und Arbeiten." widmet sich dem Thema „Macht und Gewalt“. Der Beitrag von Sabine Mandl und Anna Schachner zeigt anhand von praktischen Beispielen, wie Selbstbestimmung und Autonomie zu mehr Zufriedenheit führen, die Lebensqualität erhöhen und gewaltpräventiv wirken.

Studie: Erfahrungen und Prävention von Gewalt an Menschen mit Behinderung

Erfahrungen und Prävention von Gewalt an Menschen mit Behinderung

Die im Auftrag des Sozialministeriums und vom Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie (IRKS, Projektleitung: Hemma Mayrhofer), dem Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (Sabine Mandl), queraum, kultur und sozialforschung (Anna Schachner) sowie Hazissa (Yvonne Seidler) durchgeführte Studie erhob erstmals in ganz Österreich Gewalterfahrungen in allen Lebensbereichen und steht jetzt als PDF-Download zur Verfügung.

Enquete des Landes Tirol zu Gewaltprävention für Menschen mit Behinderung. (abgesagt)

Hinschauen, handeln und Schutz bieten!
Gewalt an und Gewaltprävention für Menschen mit Behinderung.

Im Rahmen der Enquete wird das jüngst veröffentlichte Forschungsprojekt des Sozialministeriums, über Erfahrungen und Prävention von Gewalt an Menschen mit Behinderungen, von Hemma Mayrhofer (IRKS), Sabine Mandl (Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte) und Anna Schachner (querraum) vorgestellt und diskutiert.

Die Veranstaltung wurde abgesagt.

 

Details
Ort: 
Innsbruck, Landhaus 1, Eduard-Wallnöfer-Platz 3, Großer Saal

Gewalt an Menschen mit Behinderungen - Forschungsergebnisse

Foto: Veronika Hofinger

Die im Auftrag des Sozialministeriums und vom Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie (IRKS, Projektleitung: Hemma Mayrhofer), dem Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (Sabine Mandl), queraum, kultur und sozialforschung (Anna Schachner) sowie Hazissa (Yvonne Seidler) durchgeführte Studie erhob erstmals in ganz Österreich Gewalterfahrungen von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen.

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