Frauenrechte, Kinderrechte, Rechte von Menschen mit Behinderung, Menschenhandel

Frauenrechte – Kinderrechte – Menschenhandel: drei sehr heterogene menschenrechtliche Themenbereiche, die durch spezifische Ansätze, aber auch Gemeinsamkeiten gekennzeichnet sind.

Zum einen handelt es sich um Rechte bestimmter sozialer Gruppen (Frauen, Kinder), die von Stärkung und Emanzipation sowie der Notwendigkeit eines Mainstreamings ihrer Rechte geprägt sind. Im Kontext von Frauenrechten spielt die Gender-Dimension eine zentrale Rolle, im Bereich der Kinderrechte ist es die generationale und Lebensaltersdimension. Frauen- und Kinderrechte haben für die Weiterentwicklung des Menschenrechtsdiskurses bedeutende Impulse geliefert, insbesondere was die Wirksamkeit von Menschenrechten zwischen privaten Rechtssubjekten betrifft (obligation to protect).

Zum anderen bietet Menschenhandel klare Anknüpfungspunkte sowohl zum Frauenrechtsschutz als auch zum Kinderrechtsschutz. Menschenhandel bedeutet die Verbringung von Menschen innerhalb eines Landes oder grenzüberschreitend durch beispielsweise Gewalt oder Täuschung zu Zwecken der Ausbeutung. Menschenhandel hat auf internationaler wie europäischer Ebene hohe Aufmerksamkeit erlangt, allerdings noch mit bescheidenen Erfolgen. Eine besondere Herausforderung liegt hier darin, dem bereits erheblich ausgebauten Bereich der Strafverfolgung eine ebenso wirksame Kooperation im Bereich des Opferschutzes sowie der Prävention zur Seite zu stellen und in allen Bereichen ein menschenrechtliches Monitoring durchzuführen.

Zu allen drei Zielgruppen bilden die Forschungsinhalte „Schutz vor Gewalt und Ausbeutung“, „Rechtsschutz“ sowie „Monitoring“ besondere Schwerpunkte des Teams. Auf methodischer Ebene bildet der Aspekt der partizipativen Forschung mit Betroffenen möglicher Menschenrechtsverletzung ein Schwerpunkt.

Landesenquete "Hinschauen, handeln und Schutz bieten! Gewalt an und Gewaltprävention für Menschen mit Behinderung"

Soziallandesrätin Gabriele Fischer (Mitte) mit den Vortragenden der Enquete v.li. Gabi Plattner, Alfred Rauchegger, Hemma Mayrhofer, Sabine Mandl und Anna Schachner. | © Land Tirol/J. Berger

Unter dem Titel "Hinschauen, handeln und Schutz bieten!" wurden bei der Landesenquete ausgewählte und zentrale Ergebnisse der repräsentativen Studie „Erfahrungen und Prävention von Gewalt an Menschen mit Behinderungen“ präsentiert. Die Studie wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK) unter der Leitung von Dr.in Hemma Mayrhofer, Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie, durchgeführt.

Landesenquete "Hinschauen, handeln und Schutz bieten! Gewalt an und Gewaltprävention für Menschen mit Behinderung" (online)

Landesenquete "Hinschauen, handeln und Schutz bieten! Gewalt an und Gewaltprävention für Menschen mit Behinderung"

Unter dem Titel "Hinschauen, handeln und Schutz bieten!" werden bei der Landesenquete ausgewählte und zentrale Ergebnisse der repräsentativen Studie „Erfahrungen und Prävention von Gewalt an Menschen mit Behinderungen“ präsentiert. Vom Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte spricht Mag.a Sabine Mandl.

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online

PUBLIKATION: A Commentary on the Council of Europe Convention on Action against Trafficking in Human Beings

A Commentary on the Council of Europe Convention on Action against Trafficking in Human Beings

A Commentary on the Council of Europe Convention on Action against Trafficking in Human Beings
Herausgegeben von Julia Planitzer und Helmut Sax, Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte
Mit Beiträgen von V. Espig, N. Katona, B. Linder, S. Mullally, R. Piotrowicz, J. Planitzer, C. Rijken, H. Sax, K. Simonova, V. Stoyanova 

 

VIDEO // RiVi online event: Rights of Victims of Survived Bodily Harm: Improved Access to Clinical Forensic Examinations

VIDEO // RiVi online event: Rights of Victims of Survived Bodily Harm: Improved Access to Clinical Forensic Examinations

Im Zuge des EU-finanzierten RiVi-Projekts „Rechte von Opfern physischer Gewalt: Verbesserter Zugang zu forensischen Untersuchungen“, fand am 26.11.2020 ein internationales Event zur Bewusstseinsbildung statt. Das seit Februar 2019 laufende RiVi-Projekt zielt darauf ab, die Rechte von Betroffenen von Gewalt im Sinne der EU-Opferschutzrichtlinie zu stärken und relevante Akteure, insbesondere medizinisches Fachpersonal, für klinisch-forensische Untersuchungen zu sensibilisieren. Hier gibt es das Video zum online Event.

ONLINE-EVENT: RiVi – Rechte von Opfern physischer Gewalt. Verbesserter Zugang zu klinisch-forensischen Untersuchungen

Die Vortragenden der Veranstaltung

Im Zuge des EU-finanzierten RiVi-Projekts „Rechte von Opfern physischer Gewalt: Verbesserter Zugang zu forensischen Untersuchungen“, fand am 26.11.2020 ein internationales Event zur Bewusstseinsbildung statt. Das seit Februar 2019 laufende RiVi-Projekt zielt darauf ab, die Rechte von Betroffenen von Gewalt im Sinne der EU-Opferschutzrichtlinie zu stärken und relevante Akteure, insbesondere medizinisches Fachpersonal, für klinisch-forensische Untersuchungen zu sensibilisieren. Ermöglicht werden soll hiermit sowohl ein verbesserter Zugang für Betroffene zu solchen Untersuchungen als auch eine umfassende Beweismittelsicherung, um die Position von Betroffenen in möglichen künftigen Gerichtsverfahren zu stärken.

Persönliche Freiheit von Kindern - 2020 relevanter denn je!

Am 20. November 2020 jährt sich der Jahrestag der Konvention über die Rechte des Kindes (KRK) bereits zum 31. Mal. Die KRK schützt das Recht aller Kinder, frei von Diskriminierung und Gewalt zu leben und mit Würde und Respekt behandelt zu werden. Lesen Sie hier, mit welchen Aktivitäten das Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte zum Schutz der Kinderrechte beiträgt.