21. April: PODIUMSDISKUSSION „Disaster-related displacement into Europe: Judicial practice in Austria and Sweden”

Save the date: Panel discussion 21 April 2022, 6 pm

Podiumsdiskussion „Disaster-related displacement into Europe: Judicial practice in Austria and Sweden”
Donnerstag, 21. April 2022, 18:00, online (via Zoom).

Klima- und Wetterextreme führen zu zunehmender Migration und Vertreibung in allen Weltregionen, wie der Sechste Sachstandsbericht des Weltklimarats (2022) feststellt. Die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten unterstützen beispielsweise durch humanitäre Hilfe bereits die am stärksten betroffenen Ländern. Es gibt aber nur wenige Anzeichen für politische und rechtliche Maßnahmen, die auf Menschen fokussieren, die aufgrund von Umwelt- und Klimaveränderungen ihre Heimat verlassen müssen und nach Europa kommen.

Um ein besseres Verständnis von Mobilität im Kontext des Klimawandels nach Europa zu bekommen, analysierte das Forschungsprojekt ClimMobil: Mobilität im Kontext des Klimawandels - Rechtliche und politische Dimensionen und Maßnahmen in der Europäischen Union mit Schwerpunkt auf Österreich und Schweden Asylentscheidungen aus Österreich und Schweden. Das Forschungsprojekt wurde vom österreichischen Klima- und Energiefonds gefördert und vom Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte (Wien/Österreich) in Zusammenarbeit mit dem Raoul Wallenberg Institut für Menschenrechte und Humanitäres Recht (Lund/Sweden) durchgeführt. Die Forschungsergebnisse machen deutlich, dass extreme Wetter- und Umweltereignisse bereits eine Rolle dabei spielen, dass Menschen nach Europa flüchten bzw. von Europa nicht in ihre Herkunftsländer zurückkehren können. Europäische Länder haben jedoch keine harmonisierte Vorgehensweise in Bezug auf die Prüfung von internationalem Schutz im Zusammenhang mit Wetter- und Klimaereignissen. Welche Möglichkeiten gibt es, um das Verständnis für grenzüberschreitende Umwelt- und Klimawandel-bezogene Vertreibung in Europa zu verbessern? Welche Schritte müssen unternommen werden, um kohärentere rechtliche und politische Antworten zu finden?

Bruce Burson (New Zealand Immigration and Protection Tribunal), Walter Kälin (Platform on Disaster Displacement) and Barbara Simma (Richterin des österreichischen Bundesverwaltungsgerichts) werden diese Fragen im Zuge der Podiumsdiskussion “Disaster-related displacement into Europe: Judicial practice in Austria and Sweden” debattieren. Zuvor wird das Forschungsteam die wichtigsten Ergebnisse und Empfehlungen der Studie präsentieren. Im Anschluss daran werden die Diskussionsteilnehmer*innen Fragen und Kommentare des Publikums entgegennehmen.

Das Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte und das Raoul Wallenberg Institut für Menschenrechte und Humanitäres Recht laden Sie am 21. April 2022 um 18:00 sehr herzlich zur Online-Podiumsdiskussion ein.

Zur Anmeldung für das Webinar folgen Sie bitte dem Link auf der RWI-Website: Webinar: Disaster-Related Displacement into Europe: Judicial Practice in Austria and Sweden - The Raoul Wallenberg Institute of Human Rights and Humanitarian Law (lu.se)

Das Programm finden Sie im Anhang. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Wir freuen uns sehr darauf, Sie bei dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen!

 

Der Kurzbericht über das Projekt ist ab sofort auf der Projektseite verfügbar.

 

Details
Datum: 
Donnerstag, 21. April 2022 - 18:00 bis 19:30
Ort: 
via Zoom