Schriftenreihe Refugee Camp

Regelmäßig erscheinen hier Beiträge zu den Forderungen der Geflüchteten und ihrer UnterstützerInnen: Als menschenrechtliche Argumentationsgrundlage und Aufforderung an PolitikerInnen, in Verhandlungen mit den Protestierenden zu einer Verbesserung der Situation von Geflüchteten in Österreich und Europa beizutragen.
„We demand our rights“ lautet einer der Slogans der Refugee-Bewegung, die sich 2012 in mehreren Städten Europas, schließlich auch in Wien, formiert hat. Die AktivistInnen wehren sich gegen die europäischen Grenz-, Asyl- und Migrationspolitiken, die Leben, Sicherheit und Existenz der meisten jener bedrohen, die sich auf den Weg nach Europa gemacht haben. Das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte erklärt sich mit dieser Bewegung solidarisch und veröffentlicht an dieser Stelle wissenschaftliche Beiträge zu den Forderungen des Refugee Camp Vienna.
Die Forderungen der Geflüchteten in der Votivkirche und der sie unterstützenden AktivistInnen basieren auf einem menschenrechtlichen Fundament, das wir als tragende Säule unseres Zusammenlebens ansehen. Vorschläge zur Verbesserung der Situation auf österreichischer und europäischer Ebene werden von menschenrechtlichen und Flüchtlingsorganisationen bereits seit vielen Jahren artikuliert. Das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte beschäftigt sich seit seiner Gründung auf wissenschaftlicher Basis mit den Grundlagen zur Umsetzung etlicher dieser Forderungen.
In den nächsten Wochen stellen wir hier kurze Beiträge online, in denen ExpertInnen auf die einzelnen Forderungen des Refugee Protest Camp Vienna eingehen, teilweise mehrstimmig, weil auch wir mitunter unterschiedliche Perspektiven auf ein Thema einnehmen. Die Textreihe soll menschenrechtliche Argumente für die Protestierenden bereitstellen – genauso wie Aufforderung an die politischen AkteurInnen sein, die Wiener Refugees und Refugee Camp-AktivistInnen mit ihren Anliegen zu respektieren und unverzüglich ernst gemeinte Verhandlungen aufzunehmen.

:: Solidaritätserklärung

Rückfragen bitte an Anna Müller-Funk: anna.mueller-funk@univie.ac.at oder + 43 1 4277 27432.

 

 

7. Beitrag: Anerkennung sozioökonomischer Fluchtgründe

Der letzte Beitrag der Schriftenreihe befasst sich mit der Forderung des Refugee Protest Camp Vienna nach Anerkennung sozioökonomischer Fluchtgründe. Er behandelt rechtliche Instrumentarien, die Personen, die aus sozialen und wirtschaftlichen Gründen ihr Herkunftsland verlassen möchten bzw. müssen, Schutz bieten können. Ein Interview mit Margit Ammer, Expertin für Asyl, Migration und Umwelt am Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte, und dem unabhängigen Menschenrechtskonsulenten Philipp Sonderegger.

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