RED Netzwerk

Das RED (Rights, Equality and Diversity) Netzwerk zur Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz ist ein unabhängiges Forschungsnetzwerk bestehend aus 18 Forschungsinstitutionen und zivilgesellschaftlichen Organisationen besteht.

Ziel des Netzwerkes ist es, ein eigenes Webportal und einen Webatlas über Rassismus und Diskriminierungen in der EU mit einem webbasierten Frühwarnsystem aufzubauen, das aktuelle Informationen über die Situation und Entwicklungen sowie über politische Tendenzen und gesetzliche Rahmenbedingungen in diesem Bereich zur Verfügung stellt. Dadurch soll ein effektiver und konstanter Prozess der Erfassung und des Monitorings von rassistischen Einstellungen, Gewalttaten und Diskriminierungen etabliert werden.

Über den webbasierten Anti-Diskriminierungs-Atlas werden Daten zu gesellschaftlichen Phänomenen von Rassismus, Antisemitismus, Islamophobie, Antiziganismus und Homophobie zur Verfügung gestellt und auf EU-Ebene vergleichbar gemacht. Zusätzlich zu diesen Daten werden Informationen über relevante gesetzliche Entwicklungen ebenso wie staatliche und zivilgesellschaftliche Reaktionen auf aktuelle Entwicklungen zugänglich gemacht. Darüber hinaus wird der Atlas Hintergrundinformationen – Staatenberichte, Forschungsberichte und Berichte von zivilgesellschaftlichen Einrichtungen – beinhalten.
Das Netzwerk versucht über die Zurverfügungstellung dieser Daten und Informationen ein Monitoringsystem aufzubauen, auf beunruhigende Entwicklungen aufmerksam zu machen und gleichzeitig Good-Practice-Beispiele anzubieten. 2011 wurde nach einer Kick-off-Veranstaltung mit der Ausarbeitung eines RED Monitoringsystems und von RED Guidelines zur Sammlung und Bewertung von Daten begonnen. Gleichzeitig wurde ein Webportal entwickelt und dieses mit Daten über rassistische und xenophobe Übergriffe, diskriminierende Vorfälle sowie über politische Maßnahmen und Strategien als Reaktion auf diese befüllt. Einen weiteren Schwerpunkt stellte der Aufbau eines RED Atlas und einer RED Library dar. Der RED Atlas enthält Informationen zu legislativen Maßnahmen und Rahmenbedingungen im Bereich der Anti-Diskriminierung, anti-rassistischen Gesetzen und deren Umsetzung, politischen Parteien und Organisationen und deren Rolle bei der Verbreitung eines rassistischen und xenophoben Diskurses, anti-rassistischen Politiken und Organisationen und zum Themengebiet (Anti-)Rassismus im Handlungsbereich der Polizei, Exekutive und Justiz. Des Weiteren wurden migrations- und minderheitenrelevante Daten zur Beschäftigungs-, Wohn- und Bildungssituation, zum Bereich Gesundheit und soziale Absicherung, politische Beteiligung und Kultur, Sport und Medien gesammelt und aufbereitet. Die RED Library wurde mit wichtigen politischen Dokumenten, Berichten und Studien befüllt. Bei einer Veranstaltung im März 2012 soll dieses Web-Portal der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
 

Das RED Network wird von der Europäischen Kommission finanziert und wird vom i-RED, Institute for Rights Equality & Diversity, in Athen koordiniert. Außerdem unterstützt die Stadt Wien/MA 17 den österreichischen Anteil an den Projekttätigkeiten in Form.

        Logo Europäische Kommission

 

Links: 
Präsentation des RED Atlas of Racism and Discrimination beim HUMAN RIGHTS TALK
HUMAN RIGHTS TALK: Datensammlung und Monitoring als zentrale Instrumente zur Bekämpfung von Rassismus

 

Land: 
Europe
Kontakt: 
Trägerorganisation: 
i-RED, Institute for Rights Equality & Diversity, Athen, Griechenland
Projektstart: 
02/2011
Projektende: 
01/2013
Projekt abgeschlossen : 
Yes
Gefördert von: 
Europäische Kommission
Team: 
Anti-Discrimination, Diversity and Asylum