Forschungsprojekt: Das Konzept der Vulnerabilität im Menschenrechtskontext

Das Konzept der Vulnerabilität hat in den letzten Jahren in öffentlichen, wissenschaftlichen und politischen Diskussionen stark an Bedeutung gewonnen und auch Eingang in die Menschenrechtsdebatte gefunden. Vulnerabilität wird in verschiedenen Disziplinen und Politikfeldern verwendet, wie beispielsweise im Kontext der Entwicklungszusammenarbeit, des Klimawandels, der Humanitären Hilfe, im Bereich von Asyl und Migration oder in Fragen der Gleichheit und Nicht-Diskriminierung, die eine sehr starke Menschenrechtsdimension haben. Das Konzept wird aber auch ausdrücklich im Menschenrechtskontext eingesetzt, wie beispielsweise in menschenrechtlichen Maßnahmen, Menschenrechtsberichten und in der Rechtsprechung. 

In letzter Zeit hat sich eine Diskussion um die Chancen und Probleme des Konzepts der Vulnerabilität im Menschenrechtsbereich entzündet. Obwohl es einige Forschungen über den Inhalt, die Folgen und die Anwendung des Begriffs gibt, steht eine umfassende und vergleichende Analyse des Konzepts aus einer Menschenrechtsperspektive basierend auf empirischer Forschung noch aus. 

Das Forschungsprojekt möchte an dieser Stelle ansetzen und zur Schließung dieser Forschungslücke beitragen. Folgende Ziele sind daher für das Projekt zentral:

  1. Im Rahmen des Forschungsprojektes sollen unterschiedliche Dimensionen des Konzepts systematisch erforscht werden. Zentral ist dabei die Verbindung von theoretischen Analysen mit empirischer Forschung. Dadurch soll zu einer Klärung und Erfassung der inhaltliche(n) Dimension(en) und der Ziele der Anwendung des Begriffs beigetragen werden.

  2. Des Weiteren ist eine Analyse des Konzepts in Bezug auf andere ,ähnliche’ Konzepte wie Ungleichheit oder Diskriminierung geplant. Vergleichend sollen die Potentiale, Herausforderungen und Probleme aus einer Menschenrechtsperspektive erforscht werden.

  3. Ein zentraler Baustein des Forschungsprojekts ist die empirische Erforschung des Konzepts der Vulnerabilität auf Basis von Fallstudien in drei thematischen Feldern, in denen das Konzept häufig bzw. vermehrt eingesetzt wird: Asyl und Flucht, umwelt-/klimawandelbezogene Migration und Gleichheit und Antidiskriminierung. 

Land: 
Österreich
Beteiligte Personen : 

Monika Mayrhofer (Projektleitung), Margit Ammer, Katrin Wladasch

Kontakt: 

Monika Mayrhofer: monika.mayrhofer@univie.ac.at

Trägerorganisation: 
Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte
Projektstart: 
04/2019
Projektende: 
04/2022
Gefördert von: 
FWF Der Wissenschaftsfonds
Team: 
Anti-Discrimination, Diversity and Asylum