ExpertInnentagung: Positive Maßnahmen

16. / 17. April 2009
Eine Strategie zur Bekämpfung von Diskriminierungen und zur Herstellung von Chancengleichheit?

Seit dem Jahr 2004 gibt es in Österreich auf Bundesebene eine Gleichbehandlungsgesetzgebung, die Diskriminierungen aus Gründen der Hautfarbe oder ethnischen Herkunft, der Religion oder Weltanschauung, des Alters, der sexuellen Orientierung und/oder einer Behinderung verbietet. Damit wurden die EU-Richtlinien 2000/43/EG und 2000/78/EG umgesetzt. Zahlreiche weitere Gleichbehandlungs- bzw. Antidiskriminierungsgesetze implementieren diese Richtlinien auf Ebene der Bundesländer.
 
Die Erfahrungen der letzten Jahre in allen europäischen Ländern - und auch in Österreich - haben allerdings gezeigt, dass rechtliche Rahmenbedingungen zwar eine wichtige Voraussetzung auf dem Weg zu einer diskriminierungsärmeren Gesellschaft sind, dass diese aber keinesfalls ausreichen, um strukturelle Barrieren, die gleichen Chancen entgegenstehen, auszuräumen. Positive Maßnahmen im Sinne jeglicher Initiativen, die eine Beseitigung dieser Barrieren zum Ziel haben und auf die Herstellung gleicher Startpositionen in der österreichischen Gesellschaft abzielen, können wichtige Elemente einer erfolgreichen Anti-Diskriminierungspolitik sein. In welcher Form das für verschiedene gesellschaftliche Bereiche, für unterschiedliche Branchen oder Zielgruppen Sinn macht, soll in einer breit angelegten ExpertInnenrunde diskutiert werden.
 
Zielgruppe:
Die Tagung möchte alle Personen ansprechen, die zur Herstellung von mehr Chancengleichheit in Österreich beitragen können. Wir möchten bei der Tagung einen Erfahrungsaustausch zwischen WissenschafterInnen, EntscheidungsträgerInnen, aus öffentlichen Institutionen, Personalverantwortlichen in Unternehmen, RepräsentantInnen der Wirtschaft, von Bildungseinrichtungen und Nichtregierungsorganisationen sowie VertreterInnen der
Gleichbehandlungseinrichtungen ermöglichen.
 
Inhalt:

  • Was sind positive Maßnahmen in Abgrenzung zu anderen Konzepten zur Bekämpfung von Diskriminierungen und zur Herstellung von Chancengleichheit?
  • Welche Rolle könnten positive Maßnahmen im österreichischen Kontext spielen?
  • Welche Ansätze gibt es in anderen europäischen und außereuropäischen Ländern?
  • Welche Erfahrungen gibt es in Österreich bereits?
  • Was sind Erfolgsfaktoren?
  • Welche Rolle können Wissenschaft, NGOs und Gleichbehandlungsinstitutionen bei der Umsetzung von Positiven Maßnahmen einnehmen?
  • Wie können konkrete Strategien zur Implementierung positiver Maßnahmen aussehen?

Anmeldung (beschränkte TeilnehmerInnenzahl!):
Wir bitten um verbindliche Anmeldung bis 3. März 2009 per Fax oder E-Mail.
Fax: 01 4277 27429
E-Mail: bim.staatsrecht@univie.ac.at