Menschenrechtsbildung

Der Kern der Menschenrechte und der Menschenrechtsbildung ist die Menschenwürde, die jedem Menschen unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht oder Kultur zukommt.

Menschenrechtsbildung ist vielschichtig – Lernen bedeutet in der Menschenrechtsbildung daher, nicht nur Wissen über Menschenrechte und die Mechanismen zu ihrem Schutz zu erwerben, sondern auch die Stärkung der Fähigkeiten, die zu ihrer Umsetzung wichtig sind (etwa Konfliktkompetenz, Kooperations- und Kritikfähigkeit). Die dritte Ebene der Menschenrechtsbildung ist das „Lernen für die Menschenrechte“, das konkrete Handeln und Engagement.

Menschenrechtsbildung ist in Österreich seit 1978 formal über das Unterrichtsprinzip „Politische Bildung“ in das Schulwesen integriert. Diesem Prinzip zufolge ist die Politische Bildung und die Menschenrechtsbildung grundlegender Bestandteil des Unterrichts in allen Fächern, auf allen Schulstufen und in allen Schultypen. Der Grundsatzerlass wurde im Jahr 2015 im Sinne einer zeitgemäßen Politikdidaktik aktualisiert.
Mit Einführung des Lehrplans GSK/PB Sek I (2016)  ist Politische Bildung als Pflichtmodul ab der 6. Schulstufe verankert. Der Lehrplan enthält auch die Thematik der Menschenrechte.

Projekte zum Thema Menschenrechtsbildung:

Das einjährige Postgraduate-Programm "Human Rights" der Universität Wien, unter der Leitung von Michael Lysander Fremuth, vermittelt theoretische Kenntnisse und praktische Fähigkeiten im Bereich der Grund- und Menschenrechte.

Das Grundrechtsmodul für RichteramtsanwärterInnen legt den Fokus auf Rechte und Grundfreiheiten, wie sie in der „Europäischen Menschenrechtskonvention“ bzw. in der „EU-Grundrechtecharta“ garantiert sind.

 

Hochschullehrgang Ethik: Modul Menschenrechte und Menschenpflichten

(c) www.ph-vorarlberg.ac.at/fortbildung/hochschullehrgaenge/angebote/ethik/
Hannes Tretter hält im Rahmen des Hochschullehrgangs Ethik der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg im Mai 2020 ein 15-stündiges Online-Modul zum Thema „Menschenrechte und Menschenpflichten“.
Der Lehrgang soll die Entwicklung von Fähigkeiten zu ethisch-philosophischer Argumentation und Reflexion im Hinblick auf Fragen der Lebensgestaltung fördern.