Menschenrechte in Entwicklungszusammenarbeit und Wirtschaft

Erfolgreich arbeitet das LBI für Grund- und Menschenrechte (LBI-GMR) seit vielen Jahren konzeptionell und in der Praxis zum Thema Menschenrechte in Entwicklungszusammenarbeit (EZA) und Wirtschaft, um Menschenrechte für AkteurInnen in diesen Bereichen greif- und umsetzbar zu machen.
Die beiden Fachgebiete verbindet, dass Menschenrechte zunächst „übersetzt“ werden müssen, um verstanden und wirksam zu werden - oft spricht man vom Mehrwert von Menschenrechten für die EZA und die Wirtschaft und einem „Menschenrechtsansatz“ in diesem Zusammenhang. In Berücksichtigung dieser sehr unterschiedlichen und spezifischen Themenfelder muss ein Menschenrechtsansatz differenziert und für die jeweiligen Aufgabenbereiche und AkteurInnen kontextualisiert werden.

Beide Themenfelder haben in den letzten Jahren sehr starke Impulse gesetzt: Unternehmen wurden als mögliche neue „Menschenrechts-Verantwortliche“ identifiziert, die komplementär zu Staaten Menschenrechte respektieren und fördern sollen. Und eine immer größere Zahl an AkteurInnen der EZA hat den Menschenrechtsansatz als universell legitimierten und effektiven Entwicklungsweg sowie als Ziel für Staaten zur Armutsbekämpfung erkannt und arbeitet in Projekten und Programmen an seiner konkreten Umsetzung.

Das BIM bietet Beratung und Unterstützung bei der praktischen Anwendung des Menschenrechtsansatzes in EZA und Wirtschaft an.

Unsere Aktivitäten auf einen Blick:

  • Beratung/Consulting
  • Forschung und Publikationen
  • Vorträge und Workshops
  • Implementierung von Projekten
  • Monitoring
  • Audits

Details zu den Aktivitäten des LBI-GMR finden sich in den einzelnen Themenblocks.

Hintergrundbericht: Unternehmerische Verantwortung bei der Integration von Geflüchteten in den österreichischen Arbeitsmarkt

Hintergrundbericht: Unternehmerische Verantwortung bei der Integration von Geflüchteten in den österreichischen Arbeitsmarkt

Die Eingliederung in den Arbeitsmarkt spielt eine wesentliche Rolle für einen erfolgreichen und nachhaltigen Integrationsprozess in einem neuen Land und ist Voraussetzung für den Aufbau eines selbständigen Lebens in Österreich. Der im Juni 2020 erschienenen Hintergrundbericht von Margit Ammer, Barbara Linder und Martina Zachhuber untersucht die menschenrechtliche Verantwortung österreichischer Unternehmen bei der Integration von Geflüchteten in den österreichischen Arbeitsmarkt. Das Dokument steht als Download zur Verfügung. 

Hintergrundbericht: Unternehmerische Verantwortung bei der Integration von Geflüchteten in den österreichischen Arbeitsmarkt

Hintergrundbericht: Unternehmerische Verantwortung bei der Integration von Geflüchteten in den österreichischen Arbeitsmarkt

Der vorliegende Hintergrundbericht ist im Rahmen eines sechsmonatigen Projektes, das von der Hochschuljubiläumsstiftung der Stadt Wien gefördert wurde, entstanden.
Der Hintergrundbericht untersucht die menschenrechtliche Verantwortung österreichischer Unternehmen bei der Integration von Geflüchteten in den österreichischen Arbeitsmarkt. Der Begriff „Geflüchtete“ umfasst hierbei nicht nur international schutzberechtigte Menschen, also

Verfassungsgerichtshof: Sozialhilfe-Grundsatzgesetz teilweise verfassungswidrig

Justizia

Der Verfassungsgerichtshof erklärte in seinem Erkenntnis die Regelungen betreffend die Höchstsätze für Kinder sowie die Verknüpfung der Sozialhilfe mit Sprachkenntnissen als verfassungswidrig. Damit folgt er der Kritik vieler Organisationen, unter anderem der des Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (BIM) in seinem von Karin Lukas verfassten Rechtsgutachten.

Karin Lukas erneut Vizepräsidentin des Europäischen Sozialausschusses

© Council of Europe

Karin Lukas wurde am 23. Jänner 2019 zum zweiten Mal zur Vizepräsidentin des Europäischen Sozialausschusses gewählt. Gemeinsam mit Giuseppe Palmisano (Präsident), François Vandamme (Vizepräsident) und Eliane Chemla (Generalberichterstatterin) koordiniert sie die Arbeit des Ausschusses, der die Einhaltung von sozialen Rechten in 43 europäischen Staaten überwacht.

Handbuch: Menschenwürde auf der Anklagebank

Handbuch

Menschen mit intellektuellen und psychosozialen Beeinträchtigungen gehören zu den schutzbedürftigsten Gruppen von Verdächtigen und Beschuldigten in Strafverfahren. Sie sind besonders gefährdet kein faires Verfahren zu durchlaufen. Ihre Beeinträchtigung wird oft nicht bzw. nicht rechtzeitig erkannt oder nicht berücksichtigt. Ihre Verfahrensrechte, insbesondere das Recht auf Information, das Recht auf Zugang zu einem Rechtsbeistand und das Recht auf medizinische Unterstützung, vor allem auch während des Freiheitsentzuges, werden häufig nicht entsprechend gewahrt.