Frauenrechte, Kinderrechte, Rechte von Menschen mit Behinderung, Menschenhandel

Frauenrechte – Kinderrechte – Menschenhandel: drei sehr heterogene menschenrechtliche Themenbereiche, die durch spezifische Ansätze, aber auch Gemeinsamkeiten gekennzeichnet sind.

Zum einen handelt es sich um Rechte bestimmter sozialer Gruppen (Frauen, Kinder), die von Stärkung und Emanzipation sowie der Notwendigkeit eines Mainstreamings ihrer Rechte geprägt sind. Im Kontext von Frauenrechten spielt die Gender-Dimension eine zentrale Rolle, im Bereich der Kinderrechte ist es die generationale und Lebensaltersdimension. Frauen- und Kinderrechte haben für die Weiterentwicklung des Menschenrechtsdiskurses bedeutende Impulse geliefert, insbesondere was die Wirksamkeit von Menschenrechten zwischen privaten Rechtssubjekten betrifft (obligation to protect).

Zum anderen bietet Menschenhandel klare Anknüpfungspunkte sowohl zum Frauenrechtsschutz als auch zum Kinderrechtsschutz. Menschenhandel bedeutet die Verbringung von Menschen innerhalb eines Landes oder grenzüberschreitend durch beispielsweise Gewalt oder Täuschung zu Zwecken der Ausbeutung. Menschenhandel hat auf internationaler wie europäischer Ebene hohe Aufmerksamkeit erlangt, allerdings noch mit bescheidenen Erfolgen. Eine besondere Herausforderung liegt hier darin, dem bereits erheblich ausgebauten Bereich der Strafverfolgung eine ebenso wirksame Kooperation im Bereich des Opferschutzes sowie der Prävention zur Seite zu stellen und in allen Bereichen ein menschenrechtliches Monitoring durchzuführen.

Zu allen drei Zielgruppen bilden die Forschungsinhalte „Schutz vor Gewalt und Ausbeutung“, „Rechtsschutz“ sowie „Monitoring“ besondere Schwerpunkte des Teams. Auf methodischer Ebene bildet der Aspekt der partizipativen Forschung mit Betroffenen möglicher Menschenrechtsverletzung ein Schwerpunkt.

Persönliche Freiheit von Kindern - 2020 relevanter denn je!

Am 20. November 2020 jährt sich der Jahrestag der Konvention über die Rechte des Kindes (KRK) bereits zum 31. Mal. Die KRK schützt das Recht aller Kinder, frei von Diskriminierung und Gewalt zu leben und mit Würde und Respekt behandelt zu werden. Lesen Sie hier, mit welchen Aktivitäten das Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte zum Schutz der Kinderrechte beiträgt.

Freiheitsentzug von Kindern am Prüfstand. Kick-off Meeting und Kinderpartizipationseminar

(c) terre des hommes

Im Rahmen des Global Campus/RLF-Projekts des Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte findet am 5. November 2020 die interne Auftaktveranstaltung zum Projekt mit einem Seminar zum Kinderbeteiligungsprozess am Projekt statt. Die Veranstaltung ist als online Konferenz ausgelegt und wird sowohl internationale also auch nationale Kinderrechtsexpertinnen zusammenbringen.

Details
Ort: 
online

Freiheitsentzug von Kindern in Österreich am Prüfstand: Die Empfehlungen der UN Global Study zu Freiheitsentzug von Kindern auf nationaler Ebene wirksam umsetzen!

Im November 2019 wurde die erste weltweite Studie zu Freiheitsentzug von Kindern veröffentlicht. Die UN Global Study on Children Deprived of Liberty untersuchte, inwieweit Staaten grundlegende menschen- bzw. kinderrechtliche Standards zur Vermeidung von Freiheitsentzug von Kindern umsetzen. Dazu widmete sich die Studie insbesondere der Frage, inwieweit vor der Setzung freiheitsbeschränkender Maßnahmen jeglicher Art auf individueller Fallbasis zuerst Alternativen geprüft worden sind.

Hinschauen! Gewalt an Menschen mit Behinderungen

Sabine Mandl und Gabi Plattner, Workhop zu Sensibilisierung und Prävention von Gewalt an Menschen mit Behinderungen

Zum fünften Mal führten Gabi Plattner, Frauenhaus Tirol, und Sabine Mandl, Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte, einen zweitägigen Workshop zu Sensibilisierung und Prävention von Gewalt an Menschen mit Behinderungen bei MOHI in Tirol (sozialintegrative Alltagsbegleitung) durch. Das Ziel ist, die Prävention von Gewalt an Menschen mit Behinderungen und die Sensibilisierung für das Thema.

11. Oktober 2020: Internationaler Welt- Mädchentag – Interview mit Magdalena Steringer und Sabine Mandl

11. Oktober: Welt-Mädchentag

Weltweit sehen sich Mädchen mit geschlechtsspezifischen Rollenbildern und damit einhergehenden Benachteiligungen konfrontiert. Um darauf aufmerksam zu machen, erklärte die UN-Generalversammlung den 11. Oktober im Jahr 2011 als „Internationalen Welt-Mädchentag“. Nachwuchsforscherin Magdalena Steringer und Menschenrechtsexpertin Sabine Mandl haben vier Fragen zum Thema beantwortet.