Internationale Folterbekämpfung

Folter ist ein direkter Angriff auf die Würde und Integrität eines Menschen. Das Verbot der Folter ist eines der wenigen absoluten und nicht derogierbaren Menschenrechte. Dieses absolute Verbot wird gegenwärtig im Kontext von Anti-Terror-Maßnahmen ernsthaft in Frage gestellt, und das sogar von demokratischen Staaten. Aus diesem Grund ist der weltweite Kampf gegen die Folter heute wieder eines der umstrittensten Probleme der internationalen Gemeinschaft.

Das LBI-GMR hat das Thema Folter insbesondere deshalb zum Schwerpunktbereich gewählt, da Manfred Nowak von 2004 bis 2010 als UNO-Sonderberichterstatter über Folter tätig war. Neben der aktiven Unterstützung in der Ausübung dieses Mandats setzt sich das HuDi Team auch wissenschaftlich mit dem Phänomen Folter und anderen Formen grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe auseinander, u.a. in den Arbeiten an einem Kommentar zu Artikel 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention sowie einem umfassenden Artikel-für-Artikel Kommentar zur UNO Konvention gegen die Folter.

Der Folterpräventions-Fokus wird nach Ende des Mandats des Sonderberichterstatters insbesondere im Rahmen der Implementierung des „Atlas of Torture“ Projekts und anderer Projekte, die sich mit Gewaltanwendung durch die Polizei, der Untersuchung und Dokumentation von Folter und anderen Formen der Misshandlung, sowie der Einrichtung Nationaler Präventionsmechanismen in diversen Ländern beschäftigen, weitergeführt.

Online Workshop NPM Netzwerk: ‘Strengthening the prevention of torture in South-East Europe

Vom 12.–13. Oktober nimmt das Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte an einem Online Workshop unter der Leitung des Kroatischen Nationalen Präventionsmechanismus (NPM) teil. Das Thema des Workshops ist ‘Strengthening the prevention of torture in South-East Europe: Monitoring safeguards in the first hours of police custody’ (Stärkung der Folterprävention in Südosteuropa: Überwachung der Verfahrensrechte in den ersten Stunden des Polizeigewahrsams).

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Statement anlässlich des Internationalen Tages zur Unterstützung von Folteropfern

Anlässlich des Internationalen Tages zur Unterstützung von Folteropfern unterstreicht das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (BIM) die Notwendigkeit, die Bemühungen um effektive Umsetzung der Standards zur Verhütung von Folter und Misshandlung zu intensivieren. Giuliana Monina hat ein Statement verfasst.

NPM Expert Meetings: "Ansuchen, Beschwerden und das Recht auf Information in Gefängnissen“

NPM Expert Meetings: "Ansuchen,  Beschwerden und das Recht auf Information in Gefängnissen“

Im Rahmen des Projekts "Auf dem Weg zu harmonisierten Haftstandards in der EU - die Rolle der nationalen Präventionsmechanismen (NPM)" organisierte das Ludwig-Boltzmann-Institut für Menschenrechte zwei Expert Meetings zum Thema "Ansuchen,  Beschwerden und das Recht auf Information in Gefängnissen“.

NPM: Auf dem Weg zu harmonisierten Haftstandards in der EU – Workshop in Sofia, Bulgarien

NPM: Auf dem Weg zu harmonisierten Haftstandards in der EU – Workshop in Sofia, Bulgarien

Im Rahmen des Projektes „Auf dem Weg zu harmonisierten Haftstandards in der EU – die Rolle der Nationalen Präventivmechanismen (NPM)“ führte das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte am 18. und 19. November 2019 einen Workshop in Zusammenarbeit mit dem Projektpartner Bulgarisches Helsinki Komitee in Sofia, Bulgarien durch.