STARKE KOOPERATION FÜR MENSCHENRECHTSFORSCHUNG: Universität Wien und Ludwig Boltzmann Gesellschaft unterzeichnen Partnervertrag zur gemeinsamen Fortführung des Ludwig Boltzmann Instituts für Grund‐ und Menschenrechte

Festakt: Unterzeichnung Partnerschaftsvertrag Universität Wien und Ludwig Boltzmann Gesellschaft

Die Universität Wien und die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) haben am 24. September 2020 einen Partnerschaftsvertrag zur gemeinsamen Fortführung des Ludwig Boltzmann Instituts für Grund‐ und Menschenrechte unterzeichnet. Damit bündeln die beiden Institutionen ihre Expertisen nachhaltig und untermauern den Status der Stadt Wien als „Stadt der Menschenrechte“. Michael Lysander Fremuth, zugleich Universitätsprofessor für Grund‐ und Menschenrechte an der Universität Wien, führt das Institut als Wissenschaftlicher Leiter. Der Festakt markierte gleichzeitig die Umbenennung des Instituts in „Ludwig Boltzmann Institut für Grund‐ und Menschenrechte“.

Im Rahmen eines Festakts im Kleinen Festsaal der Universität Wien unterzeichneten Heinz W. Engl, Rektor der Universität Wien, und Michael Stampfer, Mitglied des Vorstands der Ludwig Boltzmann Gesellschaft, vor geladenen Gästen den Partnervertrag. Im Rahmen des Festakts hielt Institutsleiter Michael Lysander Fremuth ein Referat zum Verhältnis zwischen Menschenrechtsforschung und Gesellschaft. Heinz W. Engl, Michael Stampfer, LBG‐Geschäftsführerin Claudia Lingner sowie Paul Oberhammer, Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, zählten ebenfalls zu den Redner*innen.

Engl und Michael Stampfer unterstrichen die große Bedeutung der langjährigen Arbeit des Instituts, dem als multidimensionale, interdisziplinäre und international agierende Forschungseinrichtung eine besondere gesellschaftliche „Scharnierfunktion“ zukomme. Damit begründe das Institut einen besonderen Mehrwert für die Universität Wien und ergänze deren menschenrechtliche Forschung optimal.

Michael Lysander Fremuth, führte in seiner Festrede aus, dass die derzeitige Covid‐19‐Pandemie bereits bestehende bedenkliche gesellschaftliche Prozesse beschleunige. „Die momentane Situation unterstreiche aber auch die Erkenntnis, dass wir in einer gemeinsamen Welt leben, in der transnationale Probleme nach transnationalen Lösungen verlangen, und in der der Mensch mit seinen Grund- und Menschenrechten im Zentrum stehen muss“, so Fremuth. Wo es in aktuellen Debatten zunehmend zur persönlichen Abwertung Andersdenkender komme, verkörpere die Wissenschaft ein notwendiges Gegenmodell: das sachliche Ringen um das bessere Argument und die Übersetzung von Forschung in gesellschaftliche Relevanz. „Wissenschaft braucht zwar den Elfenbeinturm als Funktionsbedingung, zugleich müssen Wissenschaftler*innen aber auch bereit sein, den Elfenbeinturm zu verlassen“, führte Fremuth weiter aus. Dabei betonte er die Bedeutung des Vertrauens der Öffentlichkeit, von Politik und Gesellschaft, in das Wissenschaftssystem, das der Aufgabenstellung, Methodik und eigenen Rationalität der Wissenschaft geschuldet sei und welches man wahren müsse. Auf dieser Grundlage könne die Menschenrechtsforschung gemeinsam mit Partnern wie der Volksanwaltschaft, der Gleichbehandlungsanwaltschaft, den politischen Institutionen und insbesondere der Zivilgesellschaft ihren besonderen Beitrag zum Schutz der Menschenrechte leisten.

Claudia Lingner und Paul Oberhammer betonten in ihren Schlussworten die Bedeutung des eben unterzeichneten Kooperationsvertrags als neues Fundament, das auch zukünftig translationale und multiperspektivische Forschung auf Exzellenzniveau sicherstellen wird. Dekan Oberhammer unterstrich diesbezüglich, dass Wissenschaft sich selbst treu, aber nicht im Positivismus verhaftet bleiben müsse, um ihren Beitrag zum Schutz der Menschenrechte zu leisten.

Das Ludwig Boltzmann Institut für Grund‐ und Menschenrechte wird unter der Wissenschaftlichen Leitung von Michael Lysander Fremuth weiterhin menschenrechtliche Grundlagenforschung entsprechend höchsten wissenschaftlichen Standards betreiben und dabei seinen praxisbezogenen Ansatz weiterverfolgen, um gesellschaftlichen Mehrwert zu erzielen. Damit entspricht die Forschungsarbeit am Institut dem Ansatz der Ludwig Boltzmann Gesellschaft, deren besonderes Augenmerk als Forschungsträgerin auf der Anwendungsorientierung von Grundlagenforschung und ihrer Übersetzung in gesellschaftliche Relevanz liegt.

Michael Stampfer, Claudia Lingner, Michael Lysander Fremuth, Heinz W. Engl und Paul Oberhammer   © Moritz Nachtschatt
Festakt: Unterzeichnung Partnerschaftsvertrag Universität Wien und Ludwig Boltzmann Gesellschaft  © Moritz Nachtschatt
Festakt: Unterzeichnung Partnerschaftsvertrag Universität Wien und Ludwig Boltzmann Gesellschaft  © Moritz Nachtschatt
Heinz W. Engl (links) und Michael Stampfer unterzeichnen den Partnervertrag  © Moritz Nachtschatt
Festakt: Unterzeichnung Partnerschaftsvertrag Universität Wien und Ludwig Boltzmann Gesellschaft  © Moritz Nachtschatt
Festakt: Unterzeichnung Partnerschaftsvertrag Universität Wien und Ludwig Boltzmann Gesellschaft  © Moritz Nachtschatt
Festakt: Unterzeichnung Partnerschaftsvertrag Universität Wien und Ludwig Boltzmann Gesellschaft  © Moritz Nachtschatt
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