Diversität

Unsere Gesellschaften sind von einer zunehmenden Heterogenität geprägt.
Dies ist allerdings nicht nur auf den Zuzug von MigrantInnen
zurückzuführen, wie in problemfokussierten Debatten dargestellt, sondern
insbesondere auf eine zunehmende Individualisierung der Gesellschaft und
ein zunehmendes Bewusstsein dafür, dass individuellen Lebensentwürfen mit
Respekt zu begegnen ist.

Die Auseinandersetzung mit dieser Heterogenität und den damit verknüpften
Herausforderungen wird insbesondere in Bezug auf den Bereich der
Arbeitswelt unter dem Titel Diversity Management behandelt. Darunter wird
ein Managementansatz verstanden, der auf der bewussten Wahrnehmung von
Unterschieden und dem Respekt vor unterschiedlichen Bedürfnissen, die sich
daraus ergeben, basiert.

Diversität kann dabei an einer Vielzahl von Merkmalen und Eigenschaften
festgemacht werden. Eigenschaften oder Gruppenzugehörigkeiten, die vom
Individuum nicht oder nur sehr schwer veränderbar und sehr eng mit der
eigenen Persönlichkeit verknüpft sind, werden dabei als Kerndimensionen
bezeichnet und erfahren eine besondere Berücksichtigung.

Für den österreichischen Kontext macht es Sinn jedenfalls diejenigen
Gruppen diesen Kerndimensionen hinzuzuzählen, die vom rechtlichen
Diskriminierungsverbot erfasst sind. Dazu zählen Geschlecht, ethnische
Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Alter, sexuelle Orientierung und
Behinderung.

Automatische Gegenrede für Respekt im Netz (Die Presse, 19. Juni 2020)

Automatische Gegenrede für Respekt im Netz

Ein Wiener Forscherteam erstellt Algorithmen, die aktiv gegen Rassismus in sozialen Medien eingesetzt werden sollen. Beim Konzept „Counter Speech“ geht es darum, dass Hasspostings nicht umkommentiert bleiben, sondern durch deeskalierende Gegenkommentare gekontert werden. Barbara Liegl leitet das Projekt Counter-Bot am Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte.

Symposium „Somewhere beyond the Rainbow? – Human Rights and LGBTIQ“

Seit dem 1.8.2019 gilt in Österreich die Ehe für alle. Die Alpenrepublik hat mit diesem Schritt gegenüber vielen Staaten in Westeuropa, aber auch dem amerikanischen Doppelkontinent, gleichgezogen. Gleichzeitig sind LGBTIQ nicht nur in Österreich und Europa weiterhin Diskriminierungen ausgesetzt.

Details
Ort: 
Universität Wien (Universitätsring 1, 1010 Wien), Kleiner Festsaal