Digital Rights

Menschenrechte in der Informationgesellschaft

Unter dem übergreifenden Titel "Informationsgesellschaft" werden am LBI-GMR derzeit Stellungnahmen und Studien zum Thema Datenschutz erarbeitet.

Datenschutzfragen haben über die letzten Jahre zunehmend an Bedeutung gewonnen und finden sich in unterschiedlichen menschenrechtlich relevanten Bereichen wieder – etwa als zusätzliche Herausforderung von Maßnahmen zur Bekämpfung von Menschenhandel oder in Datenerhebungen zur besseren Erfassung von Diskriminierungen.

Zudem ist Datenschutz eines der Themen des Mulit Annual Framework der Europäischen Grundrechteagentur und wird vom LBI-GMR im Rahmen von FRALEX bearbeitet.

LBI-GMR goes digital: Künstliche Intelligenz und Menschenrechte

Johannes Pokieser, Michael Lysander Fremuth und Deniz Özkul(C) LBI GMR

Anlässlich des ELSA Days 2020 fand am 25. November 2020 eine – in Kooperation mit ELSA Wien organisierte – Veranstaltung zum Thema Menschenrechte und Künstliche Intelligenz statt. Dies erfolgte pandemiebedingt und zugleich stimmig zur Fragestellung online im neu eingerichteten "Filmstudio" des Ludwig Boltzmann Instituts für Grund- und Menschenrechte. Dieser erste Versuch einer umfänglichen Nutzung von digitalen Instrumenten brachte eine positive Resonanz von Zuschauer*innen und Mitwirkenden.

Künstliche Intelligenz und Menschenrechte – zu Chancen und Risiken fragen Sie Ihren Programmierer? (Vortrag Lysander Fremuth)

Künstliche Intelligenz und Menschenrechte – zu Chancen und Risiken fragen Sie Ihren Programmierer?

Am Mittwoch, den 25. November, ab 17:30 Uhr spricht Michael Lysander Fremuth, Wissenschaftlicher Direktor des Ludwig Boltzmann Instituts für Grund- und Menschenrechte sowie Univ.-Prof. für Grund- und Menschenrechte am Institut für Staats- und Verwaltungsrecht der Universität Wien, beim ELSA Day 2020 zum Thema Künstliche Intelligenz und deren Bedeutung für die Menschenrechte. Die gesamte Veranstaltung wird aufgrund der COVID-19-Pandemie online stattfinden.

 Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion!

Details
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online

"Zutrittskontrolle mittels Handvenenerkennung bei Badegästen: Zur Anwendung biometrischer Identifikationssysteme im Alltag"

"Zutrittskontrolle mittels Handvenenerkennung bei Badegästen: Zur Anwendung biometrischer Identifikationssysteme im Alltag", in ZIIR – Zeitschrift für Informationsrecht Band 7, Ausgabe 4, November 2019

Verfahren zur biometrischen Erkennung sind in den letzten Jahren zunehmend Teil unseres Alltags geworden, sei es die freiwillige Verwendung des Fingerabdrucks oder des Iris-Scans zum Entsperren des Mobiltelefons, der Einkauf mittels Handvenen-Scans oder die Identifizierung anhand eines digitalisierten Bildes im Reisepass. Die mit Mai 2018 in Kraft getretene EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hält mit diesen Entwicklungen Schritt und sieht für die Verwendung moderner Technologien und das damit einhergehende Risiko eines Missbrauchs entsprechend strenge Maßstäbe vor.

EuZW Heft 23/2019

EuZW Heft 23/2019

Datenschutz: Hosting-Anbieter haben ehrverletzende Kommentare zu löschen, EuZW 2019, S. 942 ff. Eine kritische Anmerkung zur Entscheidung des EuGH in der Rs. C-18/18 (Glawischnig = ECLI:EU:C:2019:821) von Michael Lysander Fremuth und Roman Friedrich:  »Es mag in Ansehung des Einzelfalls schmerzhaft erscheinen, aber in einer pluralistischen Welt könnte die langfristige Verteidigung der Grundrechte als eigene Werte (vgl. Art. 2 EUV) eine Beschränkung ihres Radius auf die EU erforderlich machen.«

Gewalt im Netz gegen Frauen und Mädchen in Österreich

Logo Gewalt im Netz gegen Frauen und Mädchen in Österreich

Im Zeitraum von 2017 bis 2018 wurden – im Auftrag des Bundeskanzleramts und des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen  – vom Forschungszentrum Menschenrechte der Universität Wien in Kooperation mit dem Verein Weisser Ring und dem Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (BIM) eine Studie und Broschüre zum Thema "Gewalt im Netz gegen Frauen und Mädchen in Österreich" erstellt (Koordinatorinnen: Anna Müller-Funk, Forschungszentrum Menschenrechte / BIM, und Dina Nachbaur, Weisser Ring).