Eröffnung des Forschungszentrums für Menschenrechte

Am Vorabend des internationalen Tages der Menschenrechte am 10. Dezember eröffnete die Universität Wien, im Rahmen der HUMAN RIGHTS TALKS das neue Forschungszentrum für Menschenrechte.

Zu diesem Anlass diskutierten unter dem Titel "Menschenrechte hinter Gittern?" eine renommierte ExpertInnenrunde: Manfred Nowak, Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für Menschenrechte und Leiter des neuen Forschungszentrums und früherer UN-Sonderberichterstatter über Folter, Sprachwissenschafterin Brigitta Busch, Bruno Sladek, Leiter der Strafvollzugsanstalt Stein, und Regisseurin Tina Leisch. Darüber hinaus werden Susanne Weigelin-Schwiedrzik, Vizerektorin der Universität Wien, und Wolfgang Brandstetter, Bundesminister für Justiz, zum Auftakt sprechen.

Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden spannende Fragen diskutiert: Müssen Haftbedingungen möglichst widrig sein? Was braucht es, um Opfer zu schützen und Inhaftierten eine Rehabilitierung zu ermöglichen? Von Justizminister Wolfgang Brandstetter wurden dazu spannende Impulse gegeben.

 

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Interdisziplinarität als Chance

Das interdisziplinäre Forschungszentrum Menschenrechte geht gesellschaftlich wichtigen Fragen nach, darunter Armut, Ausgrenzung, Migration – auch als Folge von Klimawandel, Gewalt an Kindern in der Familie und in Heimen, Fragen des Datenschutzes, des Alterns oder der Behinderung oder dem Einfluss von Religion auf Gesellschaft und Politik.

"Konstruktive Antworten dürfen nicht eindimensional sein, sondern benötigen ein mehrdimensionales Herangehen unter Mitwirkung aller relevanten Forschungsdisziplinen. Genau diesen interdisziplinären Zugang will das Forschungszentrum Menschenrechte an der Universität Wien in den Mittelpunkt rücken und stärken", erklärt Manfred Nowak. Das neue Forschungszentrum wird die seit Jahren kontinuierlich wachsende Menschenrechtsforschung an der Universität Wien weiter vernetzen, die Interdisziplinarität fördern und damit die Menschenrechtsforschung zukunftsweisend weiterentwickeln.

Das Forschungszentrum Menschenrechte vereint 15 VertreterInnen von fünf Fakultäten der Universität Wien und ist organisatorisch an der rechtswissenschaftlichen Fakultät angesiedelt. Die Völkerrechtlerin Christina Binder merkt an: "Das Forschungszentrum soll Anlaufstelle und Heimat für Forschende und Lehrende aller Disziplinen im Bereich Menschenrechte werden und sucht auch den Austausch mit VertreterInnen aus Zivilgesellschaft und Politik".

Mitglied der Association of Human Rights Institutes

Seit September ist das Forschungszentrum Menschenrechte zudem Mitglied der Association of Human Rights Institutes (AHRI), der weltweit führenden Vereinigung wissenschaftlicher Menschenrechtsinstitute.

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