KIRGISTAN: Stärkung des Kampfes gegen Folter und Straflosigkeit in Kirgistan: Prävention, Verantwortlichkeit, Wiedergutmachung

Das Projekt wurde konzipiert als Reaktion auf den Aufruf des Sonderberichterstatters über Folter der Vereinten Nationen, Kirgistan mit technischer Expertise beim Kampf gegen Folter und Mißhandlung zu unterstützen, und als Reaktion auf Anfragen der kirgisischen Zivilgesellschaft nach mehr Unterstützung von internationalen ExpertInnen zum Thema Folterverhütung. Die Regierung der Kirgisischen Republik hat in den vergangen Jahren Bereitschaft bekundet, das Justiz- und Polizeissystem in Konformität mit internationalen Standards zu reformieren um den Vorgaben des internationalen Menschenrechtssystems zu entsprechen und Folter zu verhindern. Folter und Mißhandlung bleiben jedoch ein weitverbreitetes Phänomen in Kirgistan, wie auch der UNO Sonderberichterstatter Juan Méndez während seiner Besuche im Land in den Jahren 2011 and 2012 feststellte.

Vor diesem Hintergrund stellt das Projekt den kirgisischen Behörden und der Zivilgesellschaft technische Unterstützung in den laufenden Reformbemühungen zur Verfügung mit dem übergeordneten Ziel den Kampf gegen Folter und Straflosigkeit in Kirgistan zu stärken. Das Projekt macht sich das Momentum zunutze, das durch die Prüfung der menschenrechtlichen Situation in Kirgistan in internationalen Menschenrechtsgremien entstanden ist und verfolgt die Empfehlungen dieser Gremien in den Projektaktivitäten nach. Das Projekt unterstützt den rechtlichen und institutionellen Reformprozess um die Rechenschaftspflicht von Foltertätern durchzusetzen und wirksame Untersuchungen von Foltervorwürfen zu verbessern. Das Projekt stellt auch dem neu eingerichteten Nationalen Folterpräventionsmechnismus (NPM) und NGOs der Anti-Folter-Koalition technische und auf Kapazitätsentwicklung ausgerichtete Unterstützung zur Verfügung, und zielt weiters darauf ab, das Bewusstsein für internationale Standards der Wiedergutmachung für Folteropfer zu schärfen. Zwei Projekte lokaler NGOs zur Unterstützung von Folteropfern wurden aus dem Projekt finanziert.

Land: Kirgistan
Kontakt: Andrea Schuechner, andrea.schuechner@univie.ac.at
                   Tiphanie Crittin, tiphanie.crittin@univie.ac.at

 

Träger Organisation: Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte
Partnerorganisation: Tian Shan Policy Centre (TSPC) der American University of Central Asia (AUCA)
Projektstart: 02/2014
Projektende: 09/2015
Finanziert durch: Europäische Kommission (EIDHR)

 

Über folgende Links bekommen Sie nähere Informationen zu den einzelnen Projektaktivitäten:

Activity 1 - Kick-off
Activity 2 - UN Human Rights Committee
Activity 3 - OSCE Conference on NPMs
Activity 4 - Conference on Independent and Effective Investigations
Activity 5 - NPM Capacity Building Workshop
Activity 6 - Workshop on Complaints and Investigation Mechanism
Activity 7 - Award of NGO Grants
Activity 8 - High Level Round Table on the NPM
Activity 9 - Training on Applied Monitoring Methodology
Activity 10 - Review of the Kyrgyz Republic at the UPR
Activity 11 - Workshop on Institutional reforms through the consolidation of a unified methodology and tools for monitoring places of deprivation of liberty
Activity 12: NPM Capacity building and consultation week in Vienna
Activity 13: Training of Trainers for Judges and Prosecutors
Activity 14: Roundtable on the Right to Remedy and Reparations - International Standards and Best Practices