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Flüchtlingsschutz in Zeiten der Pandemie

Solidarity © Capri23auto/Pixabay
Flüchtlingsschutz in Zeiten der Pandemie
 
von Margit Ammer und Adel-Naim Reyhani,
Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte
 

 

 
 
Wir begrüßen, dass trotz der weitreichenden Herausforderungen im Zusammenhang mit der Verbreitung des neuartigen Coronavirus nun vermehrt Stimmen laut werden, die zum Ausdruck bringen, dass Solidarität auch für Flüchtlinge gelten muss.
 
Die aktuelle Krise verdeutlicht zum einen die Stärke einer geeinten Gesellschaft, die sich im Handeln ausdrückt, um vor allem jene zu schützen, die in besonderem Maße von der aktuellen Pandemie betroffen sein können. Sie zeigt zum anderen die Notwendigkeit auf, nationalistisches Denken zu überwinden und die globale Realität gegenseitiger Abhängigkeiten anzuerkennen.
 
Das Recht auf Gesundheit sowie das Recht auf Leben gelten für alle Bevölkerungsgruppen unabhängig von legalem Status oder Nationalität. Vor diesem Hintergrund darf insbesondere die Situation auf den griechischen Inseln, wo die Kapazitäten der Lager mehrfach überschritten wurden, nicht hingenommen werden.
 
Krieg und Verfolgung bestehen zudem auch in Zeiten der Pandemie weiter. Während Staaten Maßnahmen wie Gesundheitsüberprüfungen oder Quarantäne vorsehen können, müssen Möglichkeiten für Flüchtlinge, in anderen Ländern um Schutz anzusuchen, weiterbestehen.