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20.2.2021: Tag der sozialen Gerechtigkeit

2009 wurde der 20. Februar von den Vereinten Nationen zum Tag der sozialen Gerechtigkeit erklärt. Dieser Tag sollte uns allen in Erinnerung rufen, dass weltweit soziale Ungleichheit besteht.

„Ressourcen und der Zugang zu Rechten, vor allem zu wirtschaftlichen und sozialen Rechten, sind sehr ungleich verteilt“, sagt Karin Lukas, Senior Researcher am LBI für Grund- und Menschenrechte und Präsidentin des European Committee of Social Rights (ECSR). „Dass auch in Österreich Ungleichheiten herrschen, hat die Covid-19-Pandemie uns wie durch ein Vergrößerungsglas gezeigt. Nun ist es wichtig, am Abbau dieser Ungleichheiten zu arbeiten und sicherzustellen, dass die Auswirkungen der Pandemie nicht die Schwächsten noch stärker treffen. Es muss genau darauf geachtet werden, dass staatliche Hilfen bei jenen wirken, die sie brauchen, dass Arbeitslosigkeit bekämpft wird, und die Mehrfachbelastung – von allem von Frauen – ausgeglichen wird. 

Der Europarat hat sich für die nächsten vier Jahre als einen Schwerpunkt die Armutsbekämpfung gesetzt und das Europäische Komitee für Soziale Rechte, dem ich angehöre, wird diese Aktivitäten bestmöglich unterstützen. Dieses Jahr müssen alle 43 europäischen Staaten, die die Europäische Sozialcharta angenommen haben, über ihre Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung berichten und das Komitee wird prüfen, ob diese in Einklang mit der Sozialcharta stehen. Das trägt zum Ziel bei, Soziale Gerechtigkeit zu erreichen.“