HUMAN RIGHTS TALK: Opfer von Gewalt als Asylsuchende in Österreich

Im Leben von Flüchtlingen bedeutet erlittene Folter eine einschneidende Zäsur. Die während der Folter erfahrene Machtlosigkeit kann zu tiefgreifenden psychischen Veränderungen führen, die das gewohnte Leben, seine Werthaltungen und Einstellungen in Frage stellen. Unter Folter erlittene Traumata wirken somit weit über die Dauer der unmittelbar lebensbedrohlichen Ereignisse hinaus. Hat ein Opfer von Gewalt auf verschlungenen und in der Regel gefährlichen Fluchtwegen endlich Österreich erreicht, findet es sich erneut in einer – nicht nur rechtlich – unsicheren Situation wieder. Aus diesem Anlass diskutieren Margit Ammer (Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte  - zugesagt), Ruth Kronsteiner (Hemayat - zugesagt), Nadja Lorenz (Netzwerk Asylanwalt - zugesagt) und Thomas Wenzel (Psychiater- zugesagt); moderiert wird das Gespräch von Irene Brickner (Der Standard - zugesagt).

Die Diskussion wird in deutscher Sprache abgehalten.

Im Anschluss an die Diskussion laden die Forschungsplattform “Human Rights in the European Context“ und das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte zu einem kleinen Umtrunk ein.

Im Rahmen der Veranstaltung wird außerdem das Buch "Krieg und Folter im Asylverfahren: Eine psychotherapeutische und juristische Studie" präsentiert. Das Projekt wurde mit der Unterstützung der MA7 der Stadt Wien und dem Österreichischen Zukunftsfonds durchgeführt.

Weiters möchten wir Sie darauf hinweisen, dass Videomitschnitte vergangener HUMAN RIGHTS TALK auf zige.tv zur Verfügung stehen.

Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit derStandard.at, juridikum, zeitschrift für kritik | recht | gesellschaft und zige.tv statt.

Der Eintritt ist frei, aus logistischen Gründen bitten wir um Anmeldung an humanrightstalk@univie.ac.at.

Details
Datum: 
Dienstag, 19. November 2013 - 20:00 bis 22:00
Ort: 
Aula des Universitätscampus Altes AKH, 1. Hof, Spitalgasse 2-4, 1090 Wien