Beitrag I zu Kapitel 6
Positive Maßnahmen

Ein Handbuch zur praxistauglichen Umsetzung von Maßnahmen zur Bekämpfung von strukturellen Diskriminierungen und zur Herstellung von mehr Chancengleichheit
Katrin Wladasch, Barbara Liegl
Beitrag I zu Kapitel 6
Die Berichterstattung über MigrantInnen in österreichischen Medien vermittelt ein unzureichendes und verzerrtes Bild. Häufig wird die ethnische Zugehörigkeit von an negativen Ereignissen Beteiligten in diskriminierender Weise betont. MigrantInnen sind häufig in der Kriminalberichterstattung als TäterInnen überrepräsentiert, oder sie werden in der politischen Berichterstattung zur „Problemgruppe“ innerhalb der Integrationsdebatte hochstilisiert. Die Betonung der Herkunft oder die Bennennung der Hautfarbe stigmatisiert Menschen mit Migrationshintergrund besonders deutlich. Indessen werden MigrantInnen im sportlichen Bereich bei herausragenden Leistungen medial hervorgehoben und gelten als „VorzeigemigrantInnen“, zumeist solange ihre sportliche Leistung anhält.
Medien unterstützen oft Assoziationen, dass MigrantInnen „arm, ungebildet und kriminell“ seien, und begünstigen somit stereotype Wahrnehmungen. Die Ursache dafür liegt unter anderem auch in der starken Unterrepräsentation von MigrantInnen im Mainstreamjournalismus bzw. ihre Beschränkung auf Minderheitenmedien. Sie berichten hauptsächlich für Menschen ihrer Community über Themen, die ihre Zuwanderungsgeschichte berücksichtigen, oder die Medien richten sich durch die Verwendung der jeweiligen Minderheitensprache exklusiv an bestimmte MigrantInnengruppen. Diese Minderheitenmedien bieten Möglichkeiten zur Berichterstattung von und über MigrantInnen, wenn diesen Themen kein Platz in den Mainstreammedien gegeben wird. Eine stärkere Partizipation von MigrantInnen in Mainstreammedien könnte zu einer selbstverständlicheren Integration von migrationsspezifischen Themen führen und Berichterstattung aus anderen Blickwinkeln und Erfahrungen heraus ermöglichen, die hilft Vorurteile abzubauen und Stereotype zu vermeiden.
Positive Maßnahmen nach dem Gleichbehandlungsgesetz stellen eine Chance dar, um MigrantInnen an den Mainstreammedien in allen Bereichen adäquat zu beteiligen. Solche Maßnahmen dürfen jedoch nur dann zum Einsatz gebracht werden, wenn eine Ungleichbehandlung der betreffenden Gruppe festgestellt worden ist. Gerade öffentliche Medien, die eine gesellschaftlich integrative Funktion haben sollten, könnten Menschen Partizipationschancen einräumen, denen oft aufgrund ihrer Herkunft gleiche Bildungs- und Teilhabechancen verwehrt werden. Positive Maßnahmen zur Förderung von MigrantInnen bedeuten eine vorübergehende Bevorzugung dieser Gruppe mit dem Ziel ihre adäquate Repräsentation in diesem Berufsfeld zu erreichen und eine differenziertere mediale Berichterstattung zu ermöglichen.
In der europäischen Medienlandschaft lassen sich unterschiedlich konzipierte Praxisbeispiele für Positive Maßnahmen im Medienbereich finden:
Beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) wird mit einer Doppelstrategie versucht, junge JournalistInnen mit Migrationshintergrund zu rekrutieren und auszubilden, um sie in die Redaktionen zu übernehmen: Menschen mit Migrationshintergrund können als VoluntärInnen in den Kompetenzzentren Funkhaus Europa und Cosmo TV, zwei regelmäßig zu einer bestimmten Sendezeit im WDR ausgestrahlten Integrationsmagazinen, mitarbeiten. Ziel ist es migrationsspezifische Themen, sowie die entsprechenden JournalistInnen in die Hauptprogramme zu übernehmen. Einige RedakteurInnen mit Zuwanderungsgeschichte konnten die ethnische Nische bereits erfolgreich als Sprungbrett für das Hauptprogramm mit seiner vielfältigeren Themenauswahl nutzen. Begleitet wird diese Maßnahme durch die Talentwerkstatt „WDR grenzenlos“, in der die VoluntärInnen sechs Wochen lang an unterschiedlichen journalistischen Workshops teilnehmen und in unterschiedlichen Bereichen des WDR Praktika machen können. Die Bewerbungsvoraussetzungen sind indes hoch: Beherrschung der deutschen Sprache, sowie mindestens vier Hochschulsemester oder ein abgeschlossenes Volontariat. Als Bezahlung wird ein Zuschuss für Unterkunft und Verpflegung gewährt.
http://www.wdr.de/unternehmen/karriere/hospitanzen_praktika/wdrgrenzenlos.jsp#abschnitt3Das englische Consultingunternehmen „The Creative Collective“ bemüht sich insbesondere um Beratung und Organisationsentwicklung von Unternehmen, die eine faire und diskriminierungsfreie Öffentlichkeitsarbeit anstreben. Es unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung von Öffentlichkeitsarbeitskonzepten, die die bestehende Diversität sichtbar machen und soziale Integration fördern, durch persönliche Beratung und Trainings. Darüber hinaus bietet es Workshops für (angehende) JournalistInnen an und fördert Qualifikationen und Kompetenzen von Menschen mit Migrationshintergrund im journalistischen Bereich.
www.thecreativecollective.comMMedia, Verein zur interkulturellen Medienarbeit in Österreich, versteht sich als Brückenbauer zwischen MigrantInnen, ihren Communities und den Massenmedien. Sein Ziel ist es das Bild von MigrantInnen in den Medien positiv zu verändern. Zum einen gibt es medien- und kommunikationsbezogene Angebote für Menschen mit Migrationshintergrund, um diesen eine Chance zu bieten, ihre Themen in den Mainstreammedien einzubringen. Zum anderen unterstützt und berät der Verein auch die Medien selbst, um eine faire und diskriminierungsfreie Berichterstattung zu ermöglichen und die Partizipation von MigrantInnen zu fördern. Die Voraussetzungen, um bei MMedia in das Redaktionsteam aufgenommen zu werden, sind eine gute Schreibfähigkeit, nicht unbedingt auf Deutsch, und journalistische Kenntnisse, die nicht formal über ein Studium oder Volontariat nachgewiesen werden müssen. In der Österreichischen Tageszeitung „Die Presse“ erscheint einmal wöchentlich eine komplett vom Redaktionsteam von MMedia gestaltete redaktionelle Seite. Diese Seite ist dem Layout der Zeitung angepasst und erscheint unter dem Ressort „Österreich“, so dass sie sich nicht von den übrigen Themen als besonderes „Migrationsthema“ unterscheidet.
www.m-media.or.atDie Strategien zur Förderung der Partizipation von MigrantInnen in Mainstreammedien sind sehr unterschiedlich: Menschen mit Migrationshintergrund werden besonders unterstützt, um „ihre“ Themen in Minderheitenmedien zu platzieren, die in Massenmedien keinen Platz finden würden. Diese Medien dienen hin und wieder als „Sprungbrett“ für die Mitarbeit in der allgemeinen Redaktionsarbeit. MigrantInnen werden durch Stipendien oder quotierte Praktikaplätze unterstützt, um am journalistischen Ausbildungssystem teilhaben zu können. Parallel versuchen Unternehmensberatungen und Vereine Redaktionen zu beraten, wie sie ihr Medienunternehmen und ihre Berichterstattung diskriminierungsfrei und vielfältig gestalten können.
Eine aktive Einbeziehung von MigrantInnen wird nur dann möglich, wenn sie gezielt angesprochen werden: Wo, wie und in welcher Sprache werden Partizipations- bzw. Stipendienmöglichkeiten ausgeschrieben, bekannt gemacht und weitergegeben? Sind die finanziellen Ressourcen mitbedacht worden, oder könnten diese eine Zugangsbarriere für MigrantInnen bedeuten? Wenn für ein PraktikantInnenprogramm bereits ausgesprochen gute JournalistInnen mit einem hohen Bildungsabschluss gesucht werden, die wiederum für diese Tätigkeit abgesehen von Zuschüssen zu Unterkunft und Verpflegung keine Bezahlung erhalten, so werden MigrantInnen weiterhin ausgegrenzt. Sie sind aufgrund der strukturellen Bildungsbenachteiligung häufig nicht im universitären Bildungssystem vertreten und haben weniger finanzielle Ressourcen zur Verfügung.
Ob es nun die Förderung von MigrantInnen in Minderheitenmedien, im Mainstream oder das verstärkte Angebot von Praktikumsplätzen in unterschiedlichen Redaktionen ohne Bezug zu Migrationsthemen ist, die Maßnahmen werden sich daran messen lassen müssen, ob sie Diversität und Gleichheit herstellen können. Eine solche Förderung bedeutet nämlich nicht automatisch, dass bestehende Benachteiligungen nachhaltig verändert, vermindert oder gar beseitigt werden. Es muss daher fortdauernd überprüft werden, ob die Fördermaßnahmen eine tatsächliche Gleichstellung und Partizipation von MigrantInnen herbeiführen oder eher der Auslese einer „kleinen Elite“ der Benachteiligten dienen. So können die durchgeführten Positiven Maßnahmen auch nur dann effektiv und nachhaltig sein, wenn der politische Wille vorhanden ist, MigrantInnen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens gleichberechtigt zu beteiligen und die Integrations- und Bildungspolitik daraufhin ausgerichtet ist. Vorübergehende Fördermaßnahmen zur speziellen Partizipation von MigrantInnen in den Mainstreammedien sind unter dieser Voraussetzung einer tatsächlich gewollten Chancengleichheit ein guter Schritt auf dem Weg zur realen Gleichstellung.
war im März und April 2009 im Rahmen eines Praktikums insbesondere an der erfolgreichen Durchführung einer Tagung zum Thema dieses Handbuchs beteiligt. Sie arbeitet im Jugendmigrationsdienst Oberfranken-West des Sozialdienst Katholischer Frauen Bamberg in Deutschland. Sie ist Diplom-Sozialpädagogin (FH) und hat den Masterstudiengang (MSW) „Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession“ 2006 in Berlin abgeschlossen.
Bingül, Birand (2008): Migranten in Medien: Ein Journalist ist ein Journalist ist ein Mensch: Keynote zur Auftaktveranstaltung „Medienvielfalt, anders: Mehr Migrantinnen und Migranten in die Medien“ am 30.Oktober 2008 in der Heinrich-Böll-Stiftung. Berlin.
„Wir müssen da hingehen, wo es brennt“ (Interview mit Gualtiero Zambonin vom WDR). In: derStandard.at, 23.03.2009.
http://derstandard.at/fs/1237227553817/derStandardatInterview-Wir-muessen-da-hingehen-wo-es-brennt?sap=2&_pid=13821445
[Zugriff am 04.09.2009]
Friesenbichler, Nicole/Sternberger, Marlis (2008): Medien als Sprachrohr für MigrantInnen, unveröffentlichte Seminararbeit.
Merx, Andreas: Antidiskriminierungspolitik – Positive Maßnahmen in der Antidiskriminierungspraxis.
http://www.migration-boell.de/web/diversity/48_1201.asp [Zugriff am 25.03.2009]
Simon, Anne-Catherine (2007): ORF: „Wir wissen praktisch nichts“. In: Die Presse, 01.05.2007.
„Ein völlig inadäquates Bild“ (Interview mit Fritz Hausjell, Professor am Institut für Publizistik).
In: http://fm4.orf.at/stories/1601056/, 02.02.2009.
Die Anzahl an Preisen und Wettbewerben für Unternehmen, die in irgendeiner Form Positive Maßnahmen setzen, bleibt in Österreich überschaubar. Jene, die es gibt, sind jedoch medial und von BewerberInnen und Beteiligten durchaus anerkannt. Doch inwiefern können Auszeichnungen als externe Förderfaktoren gesehen werden? Motivieren sie, Positive Maßnahmen zu setzen? Und was sagen bereits ausgezeichnete UnternehmerInnen dazu?
Die bestehenden Preise zielen nicht explizit auf die Auszeichnung Positiver Maßnahmen ab, sie versuchen in bestimmten Unterkategorien die Berücksichtung von spezifischen Bedürfnissen und Interessen unterschiedlich benachteiligter Gruppen durch Unternehmen mit zu bewerten.
TRIGOS zeichnet Unternehmen mit Verantwortung aus. Die eingereichten Projekte werden in die Kategorien Gesellschaft, Arbeitsplatz, Markt und Ökologie unterteilt. Außerdem gab es bisher zwei Sonderpreise, welche Chancengleichheit und „Migration und Integration“ zum Thema hatten. Zu den Zielgruppen zählen, unter anderen Personen mit geistiger oder körperlicher Behinderung, aus Gründen des Alters, des Geschlechts oder der Religion von Benachteiligungen Betroffene, aber auch Kinder und Jugendliche und benachteiligte Regionen. Die gekürten UnternehmerInnen sprechen von Imagepflege, Meilensteinen, Bewusstseinsschärfung und Motivationsschüben.
Das Great Place to Work® Institut ist ein international tätiges Forschungs- und Management-Beratungsunternehmen, welches jährlich die Auszeichnung Great Place to Work auch an österreichische Unternehmen vergibt. Man möchte Arbeitsbedingungen längerfristig verbessern und Vertrauen schaffen. Für die Bewertung des Arbeitsplatzes wurde ein eigenes Modell kreiert, welches die Dimensionen Glaubwürdigkeit, Respekt, Fairness, Stolz und Teamorientierung umfasst. In Österreich wurden im Jahr 2009 fünfzehn Unternehmen mit mehr als 250 MitarbeiterInnen und zehn Unternehmen mit 50-250 MitarbeiterInnen mit dem Siegel „Bester Arbeitgeber 2009“ ausgezeichnet. Der Stempelhersteller Trodat zählt zu den besten ArbeitgeberInnen 2009 bei Unternehmen mit mehr als 250 MitarbeiterInnen. Die objektive Basis der Mitarbeiter-Befragung ermögliche einen Vergleich der Ergebnisse zu den Vorjahren, so Geschäfstführer Ing. Mag. Michael Peduzzi. Außerdem seien sie „objektive Gradmesser in Bezug auf die allgemeine Mitarbeiterzufriedenheit, vor allem auch die Zufriedenheit mit den unmittelbaren Vorgesetzten und dem Management an sich.“ Eine Auswirkung der Preise könne man hinsichtlich des direkten Vergleichs mit anderen Unternehmen und der Arbeitgebermarkenbildung (Employer Branding) verzeichnen.
Diese beiden Preise fügen sich in das größere Konzept von sozialer Unternehmensverantwortung, weisen jedoch einige Defizite auf. TRIGOS zeichnet Unternehmensprojekte aus, die zumeist nicht zu einer nachhaltigen Verankerung von Prinzipien und Werten in der Organisation insgesamt führen. Der im Rahmen von Great Place to Work verwendete Fragebogen arbeitet mit positiv formulierten Fragen, die eigentlich keine negativen Bewertungen zulassen. Das Thema Nicht-Diskriminierung wird unter dem Begriff Fairness abgehandelt, der wesentlich schwächer ist und nicht zwangsläufig mit Diskriminierungserfahrungen in Verbindung gebracht wird.
Die folgenden Preise beziehen sich stärker auf bestimmte Gruppen – wie Personen mit Kindern, Mädchen in technischen Berufen, oder Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder einer Behinderung potentiell von Diskriminierung betroffen sein können.
Das Audit berufundfamilie ist ein Beratungsinstrument der Familie & Beruf Management GmbH für Unternehmen, Einrichtungen des öffentlichen Dienstes und Non-Profit-Organisationen. Ziel ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Beraten werden Gemeinden, Unternehmen, Kinderbetreuungseinrichtungen und Familien. Im Juli wurde der Kinderbetreuungspreis 2009 an jene Einrichtungen vergeben, die über die Sommermonate ein besonderes Betreuungsangebot geschaffen haben. Gründe für die Teilnahme von UnternehmerInnen an diesem Audit umfassen die Feststellung der Standards an Familienfreundlichkeit, die Sicherung der MitarbeiterInnenzufriedenheit, die Senkung der MitarbeiterInnenfluktuation und die Verbesserung des Betriebsklimas.
Der Verein „Sprungbrett für Mädchen“ möchte mit seinem Preis amaZone jährlich Unternehmen auszeichnen, die ein großes Engagement in der Lehrausbildung für Frauen und Mädchen in handwerklichen und technischen Berufen aufweisen. Kriterien der Bewertung sind unter anderem Maßnahmen zur Erhöhung des Anteils der weiblichen Auszubildenden und die aktive Förderung der Chancengleichheit während der Ausbildung. Im Jahr 2008 wurde MAZDA RAINER in der Kategorie „Großbetriebe“ prämiert. Der Prokurist Georg Berner meinte: „Motivierend wirken sich derartige Auszeichnungen vor allem auf die betroffenen MitarbeiterInnen aus. Preise, Ehrungen und Auszeichnungen zeigen immer an, ‚auf dem richtigen Weg zu sein’ und stellen somit eine Bestätigung des Geleisteten dar.“ Jedoch solle man Preise nicht aus wirtschaftlichen Gründen anstreben, so Berner: „Da es sich bei der Handlungsweise um eine innere Einstellung handelt, ergaben sich durch die Verleihung(en) keine wesentlichen Auswirkungen für das Unternehmen.“
meritus – eine Kooperation der „Queer Business Women“ und „agpro“ (austrian gay professionals) – prämierte im März 2009 erstmals Unternehmen, die Diversity Maßnahmen im Bereich Homosexualität umsetzen. Ziel ist die Enttabuisierung des Themas und die Steigerung der Sichtbarkeit. Dass der Weg zum Ziel noch lange ist, bewies die geringe Anzahl von fünf ausgefüllt retournierten Fragebögen. IBM ist eine der zwei GewinnerInnen 2009. „Der Meritus Award ist eine spannende Geschichte. Wir werden diese Auszeichnung im Herbst nochmals intern promoten. Das Feedback, das wir durch den Preis erhalten haben, ist vor allem ein Motivationsfaktor nach innen, da es sich um ein Ergebnis handelt, mit dem sich alle Mitarbeiter identifizieren“, sagt der Pressesprecher von IBM Österreich, Georg Haberl.
Idee und Konzepte rund um den barrierefreien Zugang für alle honoriert die Schindler Group alle zwei Jahre mit dem Schindler Award. Der Wettbewerb richtet sich an Architektur-SchülerInnen und -Schulen in Europa. Die Projekte der letzten Jahre waren in Belgien, Frankreich und Wien angesiedelt. Der Award 2010 wird an jene vergeben, die mit innovativen Ideen den „Access for all“ rund um das Olympiagelände in Berlin ermöglichen.
Die letzten beiden Preise setzten sich mit dem Thema Diskriminierung auf einer anderen Ebene auseinander. Sie versuchen einerseits Role Models aus benachteiligten Gruppen auszuzeichnen und andererseits mediale Berichterstattung hervorzuheben, die dem Abbau von Vorurteilen dient.
Der MiA-Award widmet sich dem Thema „Migrantinnen in Österreich“ – mit dem Ziel, das Bild von Frauen mit Migrationshintergrund in der Öffentlichkeit positiver zu besetzen und vorhandene Klischeevorstellungen zu durchbrechen. In den Kategorien Wissenschaft & Forschung, Wirtschaft, Humanitäres & Gesellschaftliches Engagement, Kunst & Kultur und Sport werden Frauen mit Migrationshintergrund, die Herausragendes für und in Österreich geleistet haben, prämiert. Zudem gab es den Sonderpreis „Journalismus“, für besonders engagierte und sensibilisierende Berichterstattung zum Thema Integration.
Der EU JournalistInnenwettbewerb, der bereits sechs Mal in Folge unter dem Motto „Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung“ ausgetragen wurde, ist Teil einer EU-Initiative der Europäischen Kommission, die einen Wandel in Verhaltens- und Denkweise bewirken soll. Gerichtet ist er an alle Online- oder PrintjournalistInnen in der EU, die sich in ihren Beiträgen mit dem Thema Diskriminierung aufgrund von ethnischer Herkunft, Religion, Alter, Behinderung und sexueller Orientierung befassen und diskriminierte Gruppen sichtbar machen oder ihnen eine Stimme geben.
http://www.trigos.at
http://www.greatplacetowork.at
http://www.familieundberuf.at
http://www.sprungbrett.or.at/bewerbung/jury.shtml
http://www.meritus.or.at/
http://www.schindleraward.com/
http://www.mia-award.at/
http://journalistaward.stop-discrimination.info
war von Juli bis August 2009 im Rahmen eines Praktikums in das Projekt Positive Maßnahmen involviert. Sie schloss im März 2009 das Bakkalaureatsstudium der Angewandten Kulturwissenschaft an der Universität Klagenfurt ab und schreibt derzeit an ihrer Diplomarbeit aus dem Fachbereich der Medienpädagogik (Studium Kommunikationswissenschaft). Sie absolvierte u.a. Praktika beim Communitysender OKTO und bei der Tageszeitung Kurier.