Twinning

Basierend auf einer Mandatierung durch die Europäische Kommission zur Durchführung von Twinning-Projekten im Namen Österreichs, unterstützt das BIM seit 2002 in Twinning-Partnerschaften verschiedene Behörden in den Erweiterungs- und Nachbarschaftsstaaten bei ihren rechtlichen und praktischen Reformprozessen sowie im Institutionenaufbau. Das Institut bringt dabei seine spezifische menschenrechtliche Expertise und seine vielfältige Erfahrung in der Beratung des öffentlichen Sektors ein.

Der Beitrag des BIM zu Twinning besteht für gewöhnlich in der wissenschaftlichen Analyse von Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verwaltungspraxis, Erarbeitung von Rechtsvergleichen und Gesetzesentwürfen, Abhaltung von Schulungen und Erstellung von Schulungshandbüchern sowie der Formulierung von Politikempfehlungen, jeweils in Bezug auf menschenrechtliche, rechtsstaatliche und demokratische Standards.

Twinning - Ein Instrument in der EU Erweiterungs- und Nachbarschaftspolitik

 

15 Jahre Twinning für Österreich – seit 2017 auch in der Östlichen Partnerschaft

Am 24. November 2017 kamen die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten und der sechs Länder der Östlichen Partnerschaft zu einem Gipfeltreffen in Brüssel zusammen, um 2 Jahre nach dem letzten Gipfel Bilanz zu ziehen und über die künftige Zusammenarbeit bis 2020 zu beratschlagen. Die Östliche Partnerschaft (ÖP) wurde 2009 – als Teil der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP) – ins Leben gerufen, um die politische Assoziierung und die wirtschaftliche Integration zwischen der EU und den sechs Staaten Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Republik Moldau und Ukraine zu fördern. Einer der prioritären Bereiche der ÖP ist die Stärkung von verantwortungsvoller Regierungsführung, Rechtstaatlichkeit und damit auch der Einhaltung von Grund- und Menschenrechten.

Das BIM - als Teil der Ludwig Boltzmann Gesellschaft das größte österreichische Institut für Menschenrechtsforschung, -training und -beratung und institutionelle Brücke zwischen Forschung und Anwendung – unterstützt diese Ziele seit 2017 durch seine Beteiligung als österreichischer Partner in zwei Twinning-Projekten in der Ukraine:

Studienbesuch des Büros der ukrainischen parlamentarischen Menschenrechtskommissarin in Wien

Gruppenfoto in der Universität Wien

Von 20. bis 24. November 2017 begrüßte das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte eine 10-köpfige Delegation des Büros der ukrainischen parlamentarischen Menschenrechtskommissarin (Ombudsperson) zu einem Studienbesuch in Wien. Der Besuch fand im Rahmen des laufenden Twinning-Projekts „Stärkung der parlamentarischen Menschenrechtskommissarin“ statt, an dem das BIM als österreichische Partnerinstitution beteiligt ist.

Abschlussveranstaltung des EU Twinning-Projekts zu Anti-Diskriminierung in Serbien

RednerInnen bei der Abschlussveranstaltung

Anlässlich der Beendigung des Twinning-Projekts "Stärkung von Menschenrechten und Anti-Diskriminierung" fand am 7. Juni 2017 in Belgrad die Abschlussveranstaltung statt. VertreterInnen der UN-Agenturen und der OSZE-Mission in Serbien, serbische Stakeholder wie beispielsweise VertreterInnen der zuständigen Ministerien, der nationalen Beiräte nationaler Minderheiten, der Justizakademie und zivilgesellschaftlicher Organisationen, die sich für den Schutz von Menschen- und Minderheitenrechten einsetzen, nahmen am Event teil.

Kurzvideo und Website zum Twinning-Projekt in der Ukraine

Hannes Tretter und Valeriya Lutkovska

Im Rahmen des Twinning-Projekts zur Stärkung der parlamentarischen Menschenrechtskommissarin in der Ukraine wurde die Website http://www.twinning-ombudsman.org/ eingerichtet, auf der alle relevanten Gesetzestexte sowie schriftlichen Projektergebnisse (u.a. Analysen, Studien und Empfehlungen) heruntergeladen werden können. Zusätzlich wurde ein kurzes Video produziert, in dem alle ProjektpartnerInnen zu Wort kommen und erklären, warum sie sich für Menschenrechte in der Ukraine einsetzen. Das Projekt dauert von Januar 2017 bis Dezember 2018 und wird durch das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte, das Law Institute of Lithuania und das Seimas Ombudsmen’s Office gemeinsam mit weiteren litauischen Partnerorganisationen durchgeführt.

Wir diskriminieren nicht! – Präsentation des Verhaltenskodex zu Anti-Diskriminierung für Arbeitgeber in Serbien

KonferenzteilnehmerInnen

Am 6. Juni 2017 fand eine Veranstaltung unter dem Titel „WIR DISKRIMINIEREN NICHT! – Präsentation des Verhaltenskodex zu Anti-Diskriminierung für Arbeitgeber" in Serbien statt. Die Konferenz wurde im Rahmen des Twinning-Projekts „Stärkung von Menschenrechten und Anti-Diskriminierung" organisiert und ist eines der Elemente zur Unterstützung der serbischen Beauftragten für Chancengleichheit (CPE) bei der Erhöhung der Wirksamkeit ihrer Empfehlungen für Arbeitgeber, bei denen Diskriminierung stattgefunden hat.

Erfolgreicher Abschluss des „Training of Trainers“-Programm für die MitarbeiterInnen der Beauftragten für Chancengleichheit (CPE) in Serbien

TeilnehmerInnen und TrainerInnen nach der Übergabe der Zertifikate

Am 12. Juni 2017 fand die Verleihung der Zertifikate an alle 19 MitarbeiterInnen der serbischen Beauftragten für Chancengleichheit (CPE) statt, die am „Training of Trainers“-Programm teilgenommen haben. Ziel dieses Programms war die Stärkung der Kompetenzen und Fähigkeiten für die Bearbeitung von Fällen sowie für die Durchführung von Sensibilisierungsmaßnahmen und Outreach-Arbeit.

Studienbesuch der serbischen Beauftragten für Chancengleichheit in Österreich

Die Delegation auf Besuch bei Landtagspräsidentin Dr. Bettina Vollath im Sitzungssaal des steirischen Landtags

Vom 7. bis 10. Februar 2017 begrüßte das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte eine Delegation von fünf Repräsentant_innen der Beauftragten für Chancengleichheit (CPE) unter der Leitung von Brankica Janković in Wien und Graz. Dieser Studienbesuch fand im Rahmen des laufenden Twinning-Projekts „Stärkung von Menschenrechten und Anti-Diskriminierung“  in Serbien statt.

Seiten