Mehr Menschenrechte in Rohstoff-Lieferketten: Sorgfaltspflichten – Handelspolitik – öffentliche Beschaffung

Mehr Menschenrechte in Rohstoff-Lieferketten: Sorgfaltspflichten – Handelspolitik – öffentliche Beschaffung

Mineralische Rohstoffe sind die Grundlage der industriellen Produktion. Ihr Vorkommen ist endlich, der Bedarf jedoch steigend. Die EU wie auch Österreich haben die Gewährleistung der Versorgung mit diesen begehrten Rohstoffen ganz oben auf die politische Agenda gesetzt. Rohstoffextraktion bringt in den Abbauregionen allerdings massive soziale und ökologische Auswirkungen mit sich. Die vorliegende Studie "Mehr Menschenrechte in Rohstoff-Lieferketten" untersucht eine Reihe von Mechanismen zum Menschenrechtsschutz im Rohstoffsektor. Die grundlegenden Strukturen, die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht, Menschenrechte in der Handelspolitik, und die öffentliche Beschaffung werden kritisch beleuchtet. Die Instrumente für einen umfassenden Menschenrechtsschutz im Rohstoffsektor sind vereinzelt schon vorhanden und könnten, wie die Studie zeigt, noch deutlich verbessert werden. Die Studie zieht den folgenden Schluss: eine aktive Zivilgesellschaft muss kontinuierlich daran arbeiten, dass die verantwortlichen Akteurinnen und Akteure tätig werden und für eine verbindliche Umsetzung dieser Instrumente sorgen.

Planitzer, Julia
Dreikönigsaktion – Hilfswerk der Katholischen Jungschar
2017