SLOWENIEN: Stärkung der nationalen institutionellen Strukturen für den Kampf gegen Diskriminierung (Twinning)

"Es ist höchste Zeit, dass wir uns unser Verhalten bewusst machen und es ändern, nur dadurch können wir dazu beitragen, dass wir alle besser in einer Gesellschaft leben, die von einem Regenbogen voller unterschiedlicher Lebensstile bereichert wird." Matjaž Hanžek, ehemaliger slowenischer Ombudsmann für Menschenrechte und BC Projektleiter (aus dem Newsletter zum Projekt)

Das Globalziel des Projekts war, maßgeschneiderte Trainings für die ExpertInnen der Antidiskriminierungsabteilung des Ombudsmann für Menschenrechte und für andere Schlüsselpersonen in der nationalen institutionellen Struktur anzubieten, um die Implementierung des EU acquis im Bezug auf Richtlinie 2000/43/EC zur Anwendung des Gleichbehandlungsgrundsatzes ohne Unterschied der "Rasse" oder der ethnischen Herkunft zu erreichen.

Es zielte weiters darauf ab, das allgemeine Bewusstsein der Bedeutung von Nicht-Diskriminierung, Menschenrechten und Grundrechten als Grundprinzipien des EU-Rechts zu befördern. So sollte das Twinning-Projekt dazu beizutragen, dass diese Prinzipien in der Anwendung von EU-Recht durch die nationalen Behörden respektiert werden.

Diese Ziele wurden im Projekt dadurch erreicht, dass 10 MitarbeiterInnen des Ombudsmann für Menschenrechte und des Büro für Gleichbehandlung intensive Trainings in einer Vielfalt von Aspekten der Europäischen Gleichbehandlungsgesetzgebung und –politik absolvierten. Ebenso erlernten sie Trainingsmethoden, die es ihnen ermöglichten, ihr Wissen und ihre Erfahrung an andere weiterzugeben. Die MitarbeiterInnen des Ombudsmann für Menschenrechte konnten ihre neu erworbenen Kenntnisse in der Praxis testen, indem sie in einer Vielzahl von Projektaktivitäten die TrainerInnenrolle übernahmen, dabei hatten sie es mit äußerst unterschiedlichen Zielgruppen zu tun. Als Resultat des Projektes haben sie nicht nur Trainings absolviert, sondern sind zu bereits in der Praxis erfahrenen TrainerInnen geworden. Diese TrainerInnen sind in der Lage, ihr Wissen innerhalb der slowenischen Verwaltung zu verbreiten. Das Vertrauen in ihre Kompetenz wird durch bereits existierende Kooperationsangebote einer großen Anzahl von Institutionen illustriert. Ein Praxishandbuch (auf Englisch und Slowenisch) stellt ihnen relevante Unterlagen zur Verfügung und fungiert als Nachschlagewerk für theoretische Fragen sowie als Praxis-Methodensammlung für Trainingstechniken.

Das Projekt erreichte darüber hinaus 375 TeilnehmerInnen in Seminaren zu bestimmten Themen zu oder über bestimmte betroffene Gruppen von Diskriminierung, um das Wissen der TeilnehmerInnen darüber zu intensivieren. Weitere 163 Teilnehmende besuchten die zwei Konferenzen, die am Beginn und am Ende des Projektes veranstaltet wurden, um einen Einblick in Projektentwicklungen und Wissen über die Mechanismen zur Bekämpfung von Diskriminierung zu vermitteln.
Zwei erfolgreiche Studienreisen - nach Irland/Nordirland und Österreich - vertieften die Kenntnisse und das Verständnis der Projektpartner im Hinblick auf die Implementierung eines funktionierenden institutionellen Rahmens bei der Bekämpfung von Diskriminierung.

Die Wirkung des Projektes auf die slowenische Verwaltung ist stark. Am Ende des Projektes kann konstatiert werden, dass die Abteilung für Antidiskriminierung innerhalb des Büros des Ombudsmanns für Menschenrechte etabliert und das Team formiert ist. Für die vollständig operationelle Abteilung wurden Eckpfeiler für künftige Aktivitäten gelegt. Die Abteilung wird sicherstellen, dass innerhalb der slowenischen Verwaltung Nicht-Diskriminierung und Gleichbehandlung thematisiert und mit Sorgfalt und Fachwissen von ExpertInnen behandelt werden.

Land: 
Slowenien
Kontakt: 
Trägerorganisation: 
Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte
Partnerorganisationen: 
Unterstützende Institution: Österreichische Gleichbehandlungsanwaltschaft; Begünstigte Institution (SI): Büro des Ombudsmann für Menschenrechte
Projektstart: 
06/2006
Projektende: 
12/2006
Projekt abgeschlossen : 
Yes
Gefördert von: 
Europäische Kommission, Generaldirektion Erweiterung
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