Menschenrechte und Wirtschaft

In den letzten Jahren hat die Diskussion um eine mögliche menschenrechtliche Verantwortung von Unternehmen große Dynamik gewonnen. Ausgelöst durch die Beteiligung von Unternehmen an Menschenrechtsverletzungen, vor allem von menschenrechtswidrigen Arbeitsbedingungen von Frauen und Kindern, aber auch deren möglichen positiven Beitrag zu Menschenrechten, ist eine heftige Diskussion darüber entbrannt, ob das traditionelle Konzept des Staates als allein menschenrechtlich Verantwortlichem noch zeitgemäß sein kann, und wie Menschenrechte und Wirtschaft vereinbar sein können.

Das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte untersucht diese Fragen in mehreren Forschungsprojekten und bietet Unternehmen, die Menschenrechte in ihrer Geschäftspraxis umsetzen möchten, entsprechende Beratung an. Die Forschungstätigkeit gilt hier als die Basis für die fundierte Beratung einzelner Unternehmen. Die Beratungstätigkeit wiederum ist wichtiger Inputgeber aus der Praxis für weitere Forschungsprojekte.

Das BIM kooperiert mit folgenden Unternehmen: APG, EVN, OMV, Österreichische Kontrollbank

Mehr Menschenrechte in Rohstoff-Lieferketten: Sorgfaltspflichten – Handelspolitik – öffentliche Beschaffung

Mehr Menschenrechte in Rohstoff-Lieferketten: Sorgfaltspflichten – Handelspolitik – öffentliche Beschaffung

Mineralische Rohstoffe sind die Grundlage der industriellen Produktion. Ihr Vorkommen ist endlich, der Bedarf jedoch steigend. Die EU wie auch Österreich haben die Gewährleistung der Versorgung mit diesen begehrten Rohstoffen ganz oben auf die politische Agenda gesetzt. Rohstoffextraktion bringt in den Abbauregionen allerdings massive soziale und ökologische Auswirkungen mit sich. Die vorliegende Studie "Mehr Menschenrechte in Rohstoff-Lieferketten" untersucht eine Reihe von Mechanismen zum Menschenrechtsschutz im Rohstoffsektor.

Herbsttagung der ÖJK 2017: Transnationale Unternehmen und Menschenrechte

Das Thema der Herbsttagung der Österreichischen Juristenkommission 2017 betrifft die Verantwortlichkeit der globalisierten Wirtschaft für eine nachhaltige Entwicklung. Sie findet gemeinsam mit der deutschen und schweizer Sektion der Internationalen Juristenkommission statt. WissenschafterInnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz werden sich im Rahmen der Tagung mit diesem wichtigen menschenrechtlichen Thema beschäftigen.

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Ort: 
Wien (Achtung: unterschiedliche Veranstaltungsorte! - siehe Programm)

Global value final conference: Corporate impact measurement & management

Global Value - virtual launch

Das Institut für Nachhaltigkeitsmanagement freut sich darauf, die Ergebnisse aus drei Jahren Forschung zum Thema ‚corporate impact measurement & management‘ zu veröffentlichen. Das Global Value toolkit stellt Ressourcen, Instrumente und Wissen für Unternehmen und andere gesellschaftliche Akteure bereit um globale Nachhaltigkeitsziele in Angriff zu nehmen. Das Toolkit wird während einer virtuellen Konferenz vom 12. bis 14. Juni 2017 vorgestellt.

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Ort: 
Institut für Nachhaltigkeitsmanagement (virtuelle Konferenz)

Soziale Rechte in der EU und die Europäische Sozialcharta

Karin Lukas, Vizepräsidentin des Europäischen Sozialausschusses, hat am 8. März 2017 einen Vortrag im Europäischen Parlament gehalten. Sie diskutierte den Schutz von sozialen Rechten in der EU sowie durch die Europäische Sozialcharta und identifizierte mögliche Spannungsfelder, die sie anhand des Beispiels der Sparmaßnahmen in Griechenland und den Einfluss auf soziale Rechte erläuterte.

Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte in Europa

Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte haben in den letzten Jahren mehr und mehr Aufmerksamkeit erregt, sowohl auf internationaler als auch europäischer Ebene. Die herausragenden Entwicklungen der letzten 10 Jahre, etwa die Auswirkungen der Globalen Wirtschaftskrise, haben zu neuen Herausforderungen hinsichtlich der Umsetzung von wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechten geführt. Auch dadurch ist die Umsetzung dieser Rechte großen Widerständen ausgesetzt.

Human Rights in Business - Removal of Barriers to Access to Justice in the European Union

Human Rights in Business - Removal of Barriers to Access to Justice in the European Union

Im Rahmen des EU-Projekts ‚Human Rights in Business‘ wurden gerichtliche und außergerichtliche Möglichkeiten innerhalb der EU ausgelotet, Firmen mit Sitz in einem Mitgliedstaat für Menschenrechtsverletzungen haftbar zu machen, für die sie oder ihre Subunternehmen weltweit verantwortlich sind. Das Projekt ging der Frage nach, wie Betroffene von Menschenrechtsverletzungen, die direkt oder indirekt durch unternehmerische Handlungen verursacht wurden, rechtliche Abhilfe und allenfalls Schadenersatz verlangen können.

Wirtschaft und Menschenrechte: Aktuelle Forschungsergebnisse

Können Opfer eines verheerenden Feuers in einer pakistanischen Textilfabrik Entschädigung vom Hauptkunden der Fabrik, einem Discounter in Deutschland, erhalten? Welche Alternativen gibt es zu Gerichtsverfahren? Können Unternehmen für Arbeitsausbeutung verantwortlich gemacht werden? Das Social Justice-Team des BIM arbeitet zu diesen Fragen. Die Verbindung von unterschiedlichen Expertisen führte zu einigen neuen Forschungsergebnissen im Bereich „Wirtschaft und Menschenrechte“, die wir Ihnen gerne vorstellen möchten.

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