Menschenhandel

Menschenhandel tritt in unterschiedlichen Formen auf, über das Ausmaß gibt es nur Schätzungen. Trotz der verschiedenen Formen lag der Fokus in vergangenen Jahren deutlich auf Frauenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung. Andere Formen insbesondere Arbeitsausbeutung erlangen erst kürzlich mehr und mehr Aufmerksamkeit. So unterschiedlich Menschenhandel sein kann, so unterschiedlich sind auch getroffene Maßnahmen gegen Menschenhandel. Ziel ist, dass Maßnahmen und Strategien gegen Menschenhandel stets einen umfassenden Ansatz verfolgen. Damit soll im gleichen Maße Strafverfolgung, Prävention des Menschenhandels sowie der Schutz der Opfer gestärkt werden.

Menschenhandel als Menschenrechtsverletzung verlangt auch nach menschenrechtsbasierten Maßnahmen. Thematischer Schwerpunkt der Forschungstätigkeit des BIM liegt auf dem Schutz der Menschenrechte der Opfer in allen Maßnahmen und Strategien. Die Tätigkeit des BIM umfasst die Analyse von rechtlichen und politischen Maßnahmen auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene. Diese wird unterstützt durch Publikationen insbesondere zu Kinderhandel, Trainings und Vorträgen sowie Vernetzung auf nationaler und europäischer Ebene.

Anlässlich einer Nachwahl zur ExpertInnengruppe des Europarates gegen Menschenhandel (GRETA) wurden von der österreichischen Bundesregierung zwei BIM-MitarbeiterInnen (Julia Planitzer, Helmut Sax) für diese Funktion nominiert und Helmut Sax schließlich im Dezember 2010 für vier Jahre in diese Funktion gewählt.

ACTnow- Anti-Child-Trafficking: Opferschutz und kindgerechte Betreuung als Herausforderungen an den österreichischen Rechtsstaat

Durch Zusammenarbeit von ECPAT Österreich (Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Rechte der Kinder vor sexueller Ausbeutung), dem juristischen Fachverlag LexisNexis und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien sowie dem Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte wurden zwei juristische Expertisen zu bis dato ungeklärten Fragen hinsichtlich der Betreuung und Identifizierung der Opfer von Kinderhandel sowie der strafrechtlichen Verantwortung der TäterInnen erstellt.

Podium

Förderung von Corporate Social Responsibility (CSR) zur Prävention von Menschenhandel

Das Ziel des Projekts ist die Adaptierung der ‚Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte des UN Sonderbeauftragten John Ruggie‘ (‚Ruggie-Guidelines‘) für den Kontext Menschenhandel. Die Leitprinzipien sollen in insgesamt drei Sektoren implementiert werden: Landwirtschaft, Bauwirtschaft und Tourismus.

Gemeinsam gegen Menschenhandel

Veranstaltung der Task Force Menschenhandel (eingerichtet von der österreichischen Bundesregierung, koordiniert vom Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten) anlässlich des Tages der Europäischen Union
zur Bekämpfung des Menschenhandels

Ort: 
Diplomatische Akademie Wien, Favoritenstraße 15a, 1040 Wien

PUBLIC LECTURE: Entschädigung für Ausbeutung?

Im Rahmen der Public Lecture Series, die von der Forschungsplattform ‚Human Rights in the European Context‘ organisiert wird, fand am 13. April 2011 eine Podiumsdiskussion zum Thema ‚Entschädigung für Ausbeutung? Betroffene des Frauen- und Menschenhandels und ihre Möglichkeiten der Entschädigung in Österreich‘ statt. Die Podiumsdiskussion fand in Kooperation mit dem Bundesministerium für Justiz und LEFÖ statt.

Teilnehmerinnen der Public Lecture v.l.n.r.: Julia Planitzer, Botschafterin Tichy-Fisslberger, Evelyn Probst, Barbara Steiner, Gertraud Eppich.

PUBLIC LECTURE: Entschädigung für Ausbeutung? Betroffene des Frauen- u. Menschenhandels und ihre Möglichkeiten der Entschädigung

Am 21. März 2011 erließ der Rat härtere EU - Bestimmungen im Kampf gegen Menschenhandel. Laut einer Studie der „International Labour Organisation“ (ILO) werden jährlich 2,4 Millionen Menschen Opfer von Menschenhandel.

Ort: 
Große Festsaal des Bundesministeriums für Justiz (Museumstraße 7, 1070-Wien)

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