Menschenhandel

Menschenhandel tritt in unterschiedlichen Formen auf, über das Ausmaß gibt es nur Schätzungen. Trotz der verschiedenen Formen lag der Fokus in vergangenen Jahren deutlich auf Frauenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung. Andere Formen insbesondere Arbeitsausbeutung erlangen erst kürzlich mehr und mehr Aufmerksamkeit. So unterschiedlich Menschenhandel sein kann, so unterschiedlich sind auch getroffene Maßnahmen gegen Menschenhandel. Ziel ist, dass Maßnahmen und Strategien gegen Menschenhandel stets einen umfassenden Ansatz verfolgen. Damit soll im gleichen Maße Strafverfolgung, Prävention des Menschenhandels sowie der Schutz der Opfer gestärkt werden.

Menschenhandel als Menschenrechtsverletzung verlangt auch nach menschenrechtsbasierten Maßnahmen. Thematischer Schwerpunkt der Forschungstätigkeit des BIM liegt auf dem Schutz der Menschenrechte der Opfer in allen Maßnahmen und Strategien. Die Tätigkeit des BIM umfasst die Analyse von rechtlichen und politischen Maßnahmen auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene. Diese wird unterstützt durch Publikationen insbesondere zu Kinderhandel, Trainings und Vorträgen sowie Vernetzung auf nationaler und europäischer Ebene.

Anlässlich einer Nachwahl zur ExpertInnengruppe des Europarates gegen Menschenhandel (GRETA) wurden von der österreichischen Bundesregierung zwei BIM-MitarbeiterInnen (Julia Planitzer, Helmut Sax) für diese Funktion nominiert und Helmut Sax schließlich im Dezember 2010 für vier Jahre in diese Funktion gewählt.

Neue Publikation zu Unternehmenshaftung und Menschenhandel

(c) Global Policy Volume 8, Issue 4, November 2017

Der von Julia Planitzer und Nora Katona verfasste Artikel “Criminal Liability of Cooperations for Trafficking in Human Beings for Labour Exploitation” [“Strafrechtliche Haftung von Unternehmen für Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung von Arbeitskräften”] ist in der November Auflage von Global Policy erschienen.

Rechtliche Instrumente auf europäischer Ebene, wie die Europaratskonvention zur Bekämpfung des Menschenhandels, definieren die Verpflichtung von Staaten, Unternehmen für Menschenhandel strafrechtlich haftbar zu machen. Entsprechende Normen wurden in den meisten Staaten bereits erlassen, jedoch nicht ausreichend durchgesetzt.

Trafficking in Children and the Best Interests of the Child

 17th Alliance against Trafficking in Persons Conference (OSCE), Copyright: OSCE

Zum bereits 17. Mal findet die OSCE Alliance against Trafficking in Persons Conference statt. Dieses Jahr wird sie am 03. und 04. April in der Wiener Hofburg abgehalten. Dort wird am Dienstag den 04.04. Helmut Sax  im Rahmen von Panel 2 zum Thema Kinderschutz diskutieren und in diesem Rahmen zusätzlich den diesjährigen GRETA-Bericht mit Schwerpunkt Kinderhandel vorstellen.

Weitere Veranstaltungsdetails finden Sie hier: http://www.osce.org/event/alliance17

Details
Ort: 
Neuer Saal, 2 Stock, Hofburg, A-1010 Wien

Menschenhandel in Europa – Kommentar zum Übereinkommen des Europarats zur Bekämpfung des Menschenhandels

Das Übereinkommen des Europarats zur Bekämpfung des Menschenhandels ist das erste Rechtsinstrument, das Menschenhandel als Verletzung der Menschenrechte definiert. Obwohl dieses Übereinkommen bereits seit 2008 in Kraft ist und von beinahe allen Mitgliedsstaaten der Europarat ratifiziert wurde (46 von 47 Mitgliedsstaaten), besteht bisher keine umfassende Kommentierung dieses Instruments. In Anbetracht der großen Bedeutung dieses Übereinkommens stellt dies eine große zu füllende Lücke dar.

Kinderhandel-Tagung: Promoting the Human Rights and Best interests of Children in Transnational Child Protection Cases

Action Against Trafficking in Human Beings

Am 7./8. Dezember 2016 treffen sich Expertinnen aus den Mitgliedsländern des Ostseerats (Council of the Baltic Sea States, CBSS) in Stockholm zu einer Kinderhandel-Tagung mit dem Thema „Promoting the Human Rights and Best interests of Children in Transnational Child Protection Cases".

Helmut Sax wird als Mitglied der ExpertInnengruppe des Europarats zu Menschenhandel (GRETA) berichten über „Progress in developing an effective policy and practice against exploitation and trafficking of children".

Details
Ort: 
Stockholm

Netzwerkkonferenz "Aktionsplan im Dialog"

In Berlin findet eine Netzwerkkonferenz "Aktionsplan im Dialog" zur Umsetzung des Aktionsplans der deutschen Bundesregierung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung statt, veranstaltet vom BMFSFJ und den NGOs "Die Kinderschutz-Zentren" und ECPAT Deutschland.

Helmut Sax wurde eingeladen zum Thema Kinderhandel und "Anforderungen an ein nationales Unterstützungsverfahren zum Schutz der betroffenen Kinder" zu referieren.

Details
Ort: 
Berlin

Human Trafficking and its Victims – new Developments

Anlässlich des Tages gegen Menschenhandel in der EU fand am 21. Oktober 2016 in der Hofburg eine von der österreichischen Task Force gegen Menschenhandel, dem Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA) in Zusammenarbeit mit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), dem Vienna Institute for International Dialogue (VIDC) und der International Organization for Migration (IOM) organisierte Konferenz zum Thema Menschenhandel statt.

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