Frauenrechte, Kinderrechte, Menschenhandel

Frauenrechte – Kinderrechte – Menschenhandel: drei sehr heterogene menschenrechtliche Themenbereiche, die durch spezifische Ansätze, aber auch Gemeinsamkeiten gekennzeichnet sind.

Zum einen handelt es sich um Rechte bestimmter sozialer Gruppen (Frauen, Kinder), die von Stärkung und Emanzipation sowie der Notwendigkeit eines Mainstreamings ihrer Rechte geprägt sind. Im Kontext von Frauenrechten spielt die Gender-Dimension eine zentrale Rolle, im Bereich der Kinderrechte ist es die generationale und Lebensaltersdimension. Frauen- und Kinderrechte haben für die Weiterentwicklung des Menschenrechtsdiskurses bedeutende Impulse geliefert, insbesondere was die Wirksamkeit von Menschenrechten zwischen privaten Rechtssubjekten betrifft (obligation to protect).

Zum anderen bietet Menschenhandel klare Anknüpfungspunkte sowohl zum Frauenrechtsschutz als auch zum Kinderrechtsschutz. Menschenhandel bedeutet die Verbringung von Menschen innerhalb eines Landes oder grenzüberschreitend durch beispielsweise Gewalt oder Täuschung zu Zwecken der Ausbeutung. Menschenhandel hat auf internationaler wie europäischer Ebene hohe Aufmerksamkeit erlangt, allerdings noch mit bescheidenen Erfolgen. Eine besondere Herausforderung liegt hier darin, dem bereits erheblich ausgebauten Bereich der Strafverfolgung eine ebenso wirksame Kooperation im Bereich des Opferschutzes sowie der Prävention zur Seite zu stellen und in allen Bereichen ein menschenrechtliches Monitoring durchzuführen.

Zu allen drei Zielgruppen bilden die Forschungsinhalte „Schutz vor Gewalt und Ausbeutung“, „Rechtsschutz“ sowie „Monitoring“ besondere Schwerpunkte des Teams. Auf methodischer Ebene bildet der Aspekt der partizipativen Forschung mit Betroffenen möglicher Menschenrechtsverletzung ein Schwerpunkt.

Trafficking in Children and the Best Interests of the Child

 17th Alliance against Trafficking in Persons Conference (OSCE), Copyright: OSCE

Zum bereits 17. Mal findet die OSCE Alliance against Trafficking in Persons Conference statt. Dieses Jahr wird sie am 03. und 04. April in der Wiener Hofburg abgehalten. Dort wird am Dienstag den 04.04. Helmut Sax  im Rahmen von Panel 2 zum Thema Kinderschutz diskutieren und in diesem Rahmen zusätzlich den diesjährigen GRETA-Bericht mit Schwerpunkt Kinderhandel vorstellen.

Weitere Veranstaltungsdetails finden Sie hier: http://www.osce.org/event/alliance17

Details
Ort: 
Neuer Saal, 2 Stock, Hofburg, A-1010 Wien

Erfahrungen und Prävention von Gewalt an Menschen mit Behinderungen

Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK). Die empirische Studie strebt erstmals österreichweit eine repräsentative Erfassung von unterschiedlichen Gewalterfahrungen von Menschen mit Behinderungen an. Der Fokus der Studie liegt auf erwachsenen Personen, die in Institutionen leben, die zu erhebenden Gewalterfahrungen beziehen sich aber auf alle Lebensbereiche und -phasen.

16 Tage gegen Gewalt an Frauen - Flucht und Asyl

Aus Anlass der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen, die vom 25.11. bis 10.12.2016 stattfinden, richten wir unsere Aufmerkamkeit auf geschlechtsspezifisiche Gewalt gegen Frauen und Mädchen auf der Flucht - ein Thema, das bislang wenig Beachtung gefunden hat. Es gibt kaum Daten und verlässliche Informationen über die spezifische Situation und Gewalterfahrungen von Frauen und Mädchen, die ihr Heimatland verlassen haben. Die wenigen Berichte von internationalen Organisationen, wie UNHCR (UN-Flüchtlingskommissariat), Women’s Refugee Women, European Women’s Lobby, weisen jedoch deutlich darauf hin, dass insbesondere alleinreisende Frauen, alte Frauen, weibliche minderjährige unbegleitete Flüchtlinge einem besonders hohen Gewaltrisiko ausgesetzt sind.

Alle 4 Jahre wieder – GRETA-Bericht des Europarates zu Menschenhandel in Österreich

Am 12. Oktober 2015 wurde der aktuelle Prüfbericht des Europarates zu Maßnahmen Österreichs gegen Menschenhandel veröffentlicht. Das zuständige ExpertInnenorgan zur Überwachung des Übereinkommens gegen Menschenhandel GRETA stellte vier Jahre nach dem Erstbericht Fortschritte, aber auch bedenkliche Versäumnisse in der Umsetzung fest.

Abschlusskonferenz zum Projekt „Zugang von Frauen mit Behinderungen zu Opferschutzeinrichtungen bei Gewalterfahrungen“

V.l.n.r.: Elisabeth Löffler (Ninlil, Österreich), Mridul Wadhwa (Shakti Women's Aid, Großbritannien), Teresa Lugstein (make it Land Salzburg, Österreich), Þorbera Fjölnisdóttir ( Öryrkjabandalag Íslands/Organisation of Disabled in Iceland ,Island), Dorothea Brozek (Moderatorin)

Am Mittwoch, 28. Jänner 2015 fand die Abschlusskonferenz zum Projekt „Zugang von Frauen mit Behinderungen zu Opferschutzeinrichtungen bei Gewalterfahrungen“ im Haus der EU statt. Das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (BIM) hat in einer vergleichenden Länderstudie (Deutschland, Großbritannien, Island, Österreich) untersucht, wie Frauen mit Behinderungen Gewalt erleben und welche Unterstützung sie in dieser Situation erhalten.

Children’s Rights Behind Bars: Nationaler Bericht Österreich

Im Rahmen des Projekts Children’s Rights Behind Bars wurde eine Serie von nationalen Berichten in fünfzehn europäischen Ländern über die Existenz und Funktion von Monitoring- und Beschwerdemechanismen für Orte mit möglichem Freiheitsentzug von Kindern/Jugendlichen verfasst.

Die wissenschaftlichen MitarbeiterInnen des Ludwig Boltzmann Instituts für Menschenrechte Helmut Sax (Team: Kinderrechte, Frauenrrechte und Menschenhandel), Tamara Majnek und Tiphanie Crittin (Team: Menschenwürde und öffentliche Sicherheit) haben ebenso eine Studie zu Beschwerde- und Monitoringmechanismen für Orte mit möglichem Freiheitsentzug von Kindern/Jugendlichen in Österreich erstellt und einen Report verfasst.

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