Asyl

Zugang zu Asyl in Europa zu erhalten, gestaltet sich für Schutzbedürftige zunehmend schwieriger. Die EU-Außengrenzen werden immer effektiver gesichert, Personen, die in der EU bzw. Österreich um Asyl ansuchen, sehen sich unterschiedlichen Qualifikationskriterien und Aufnahmebedingungen sowie Asylverfahren von divergierender Qualität gegenüber.

Der momentane Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf dem Zugang zu Asyl in Österreich unter Berücksichtigung der relevanten Entwicklungen auf EU-Ebene und der internationalen Ebene. Zurzeit implementieren wir Projekte in folgenden Bereichen: Integration von Flüchtlingskindern in den Bildungsbereich, Folteropfer im österreichischen Asylverfahren, Qualität des österreichischen Asylverfahrens.

Desweiteren beschäftigen wir uns unter dem Stichwort Umweltmigration mit der Frage, welchen Schutz Personen, die von umweltinduzierter unfreiwilliger Migration betroffen sind, in Anspruch nehmen können.

Auslieferung in Strafsachen: Praktische Fragen des Verfahrens – Bedeutung von Asyl - grundrechtskonformes Vorgehen

Das Seminar, welches am 23. April 2012 im Wiener Justizpalast stattfindet, soll praktische Problemfelder im Zusammenhang mit Auslieferungsentscheidungen in Strafsachen darstellen und Wege aufzeigen, um inhaltliche Divergenzen zu Asylverfahren zu vermeiden.

Der Schutz von Folterüberlebenden, die um internationalen Schutz in Österreich ansuchen

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt, das vom Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte gemeinsam mit "Hemayat - Betreuungszentrum für Folter- und Kriegsüberlebende" implementiert wird, untersucht die Situation von Folterüberlebenden, die in Österreich um Asyl ansuchen. Mit diesem Projekt soll anhand von 15 Einzelfällen ein Einblick in die Situation von Folterüberlebenden, die sich im Asylverfahren befinden oder bis vor kurzem befanden, gegeben werden. Der faktischen Situation werden die rechtlichen Rahmenbedingungen auf nationaler, EU-rechtlicher und internationaler Ebene gegenübergestellt.

Institut/Institute: 

Podiumsdiskussion über die Zukunft des europäischen Asylsystems im Rahmen der Public Lecture Series

Über 100 Personen folgten der Einladung der Forschungsplattform „Human Righs in the European Context“ zu der PUBLIC LECTURE: "Die Zukunft des europäischen Asylwesens. Welche Lehren sollten aus der Erfahrung mit Griechenland gezogen werden?"
Eröffnet wurde die Podiumsdiskussion von dem Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Außenpolitik und Vereinte Nationen Michael F. Pfeifer.

Stellungnahme zum Entwurf eines Bundesgesetzes, mit dem u.a. das Fremdenpolizeigesetz 2005 geändert wird

Das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte bezieht sich in der folgenden Stellungnahme auf die beabsichtigten Änderungen im Fremdenpolizeigesetz zu Rechtsberatung und Schubhaft. Es kritisiert darin insbesondere die Ausgestaltung der Rechtsberatung, die vehemente Zweifel an deren Unabhängigkeit aufkommen lässt und daher in einem menschenrechtlich höchst sensiblen Bereich den Anforderungen von Art 6 EMRK nicht gerecht würde.

PUBLIC LECTURE: Die Zukunft des europäischen Asylwesens. "Welche Lehren sollten aus der Erfahrung mit Griechenland gezogen werde

Griechenland ist in den vergangenen Jahren zum zentralen Anlaufpunkt für Flüchtlinge und MigrantInnen, insbesondere aus den Krisengebieten Irak, Iran, Afghanistan und Somalia, geworden. Im Jahr 2010 fanden ca. 90% aller Festnahmen von irregulär in die EU eingewanderten MigrantInnen und Flüchtlingen in Griechenland statt.

Ort: 
Clubraum der ÖGAVN (Hofburg/Stallburg, Reitschulgasse 2/2.OG, 1010-Wien)