Vienna+25 Konferenz: Building Trust - Making Human Rights a Reality for All

Bei der Eröffnungszeremonie

Im Juni 1993 fand in Wien die Weltmenschenrechtskonferenz mit mehr als 10.000 TeilnehmerInnen aus 171 Ländern statt. Die Konferenz war ein voller Erfolg und wurde nach zwei Wochen mit der Vienna Declaration and Programme of Action (VDPA) gekrönt, die bis heute als Meilenstein in der Entwicklung des internationalen Menschenrechtsschutzes gilt. 

25 Jahre später, am 22. und 23. Mai 2018, versammelten sich erneut MenschenrechtsverteidigerInnen und MenschenrechtsexpertInnen aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft, von nationalen, regionalen und sub-regionalen Menschenrechtsinstitutionen sowie der lokalen Ebene in Wien, um das 25-jährige Jubiläum der Weltmenschenrechtskonferenz zu würdigen. Die Vienna+25-Konferenz wurde vom Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres gemeinsam mit dem Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte, dem Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte und der Stadt Wien organisiert und von der Austrian Development Agency kofinanziert.

Die Konferenz fand im Wiener Rathaus statt und wurde von der österreichischen Bundesministerin für Europa, Integration und Äußeres Karin Kneissl, dem UN-Hochkommissar für Menschenrechte Zeid Ra’ad Al Hussein und dem Wiener Bürgermeister Michael Häupl als Gastgeber eröffnet. Danach wurde bei lebhaften Diskussionen in spezialisierten Arbeitsgruppen auf ExpertInnenebene die Grundlage für die am zweiten Konferenztag verabschiedeten Empfehlungen gelegt.

Das Hauptanliegen der Vienna+25-Konferenz war es, die Perspektiven der ExpertInnen auf aktuelle menschenrechtliche Herausforderungen zu sammeln. Dabei wurden Themen wie Sicherheit und Chancengleichheit, Bildung und Jugend, Effektivität von Menschenrechtsmechanismen, UNO und Nachhaltige Entwicklungsziele, die Rolle von Städten beim Menschenrechtsschutz sowie globale Trends wie Urbanisierung, Digitalisierung, Klimawandel und demografischer Wandel diskutiert. Der Austausch auf ExpertInnenebene fand in zwei Arbeitsgruppen zu jeweils etwa 45 ExpertInnen statt. Themen der Arbeitsgruppen waren „Menschenrechte und Sicherheit“ unter dem Vorsitz von Agnes Callamard, UN-Sonderberichterstatterin für außergerichtliche, summarische oder willkürliche Hinrichtungen und „Förderung der Chancengleichheit in unseren Gesellschaften“ unter dem Vorsitz von Manfred Nowak, Direktor des Ludwig Boltzmann Instituts für Menschenrechte.

Das Ergebnis der Vienna+25-Konferenz stellen die in den beiden Arbeitsgruppen formulierten Empfehlungen an Staaten, Städte und Lokalregierungen, die UN, regionale Organisationen, Privatwirtschaft, Zivilgesellschaft und Medien dar, die auf weitere Verbesserungen beim Schutz der Menschenrechte abzielen. Die Konferenz bot ein produktives Umfeld für die Diskussion neuer Ansätze und leistete damit einen Beitrag für einen zukunftsorientieren Diskurs zur Relevanz der Menschenrechte.

Die Konferenzbroschüre mit allen relevanten Dokumenten, grafischen Protokollen und Fotos der Konferenz ist in der Download-Sektion verfügbar.  

Alle Bilder ©BMEIA/GeorgesSchneider

Superar-Chor bei der Eröffnungszeremonie im Festsaal
DiskussionsteilnehmerInnen bei der Eröffnungssitzung
DiskussionsteilnehmerInnen bei der Eröffnungssitzung
Publikum bei der Eröffnungssitzung
Manfred Nowak und Heike Alefsen, Vorsitzender und Berichterstatterin der Arbeitsgruppe 2 zu “Förderung von Chancengleichheit in unseren Gesellschaften”
Diskussion in Arbeitsgruppe 2
Diskussion in Arbeitsgruppe 1
Diskussion in Arbeitsgruppe 2
Gerrit Zach, Autorin des Hintergrundpapiers, Agnes Callamard, Vorsitzende, und Vitit Muntarbhorn, Berichterstatter der Arbeitsgruppe 1 zu “Menschenrechte und Sicherheit”
Diskussion in Arbeitsgruppe 1
Diskussion in Arbeitsgruppe 2
Diskussion in Arbeitsgruppe 2
Bei der Abschlusssitzung
DiskussionsteilnehmerInnen bei der Abschlusssitzung
Publikum bei der Abschlusssitzung
Graphic recorder bei der Konferenz