Lupac-Stiftung: Demokratiepreis 2016 im Parlament überreicht

Von links: Manfried Welan, Vizepräsidentin des Verfassungsgerichtshofes Brigitte Bierlein, Patricia Hladschik, Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte, Nationalratspräsidentin Doris Bures (S), Mario Friedwagner, Thomas Geldmacher, Hannes Tretter und Manfred Nowak, Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte

Am 13. Feb. 2017 wurde dem Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte im Österreichischen Parlament der Demokratiepreis 2016 überreicht. In der Jurybegründung heißt es: "Mit dem Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte wird das größte unabhängige österreichische Menschenrechtsinstitut, das seit 20 Jahren auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene tätig ist, ausgezeichnet. Dabei erarbeitet das Institut wissenschaftliche Grundlagen für die Weiterentwicklung und Stärkung von Demokratie und ist dadurch Unterstützer zahlreicher Initiativen. Darüber hinaus umfasst die Tätigkeit Stellungnahmen und Gutachten zu aktuellen menschenrechtlichen Fragestellungen als auch die Vermittlung des Wissens über Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit an zahlreiche Zielgruppen. Menschenrechtsbildung und politische Bildung für junge Menschen stehen im Fokus des "Zentrum polis – Politik Lernen in der Schule", das seit zehn Jahren am Institut angesiedelt ist. Die hohe internationale Reputation der am Institut tätigen ForscherInnen ist ein weiteres Merkmal der nachhaltigen Tätigkeit des Instituts."

Das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte ist als solches zum Paradebeispiel geworden, so VfGH-Vizepräsidentin Brigitte Bierlein in ihrer Laudatio, es hat für die Einhaltung der Menschenrechte Erfolgsgeschichte geschrieben und eine hohe Reputation erlangt. Als wichtiges Bindeglied zwischen Theorie und Praxis leiste es einen unverzichtbaren Beitrag zu einem breiten Spektrum an menschenrechtlich relevanten Themen.

Patricia Hladschik unterstrich seitens des Ludwig Boltzmann Instituts, dass man es als zentrale Aufgabe sehe, den Menschenrechten möglichst viel Gewicht zu verleihen. Ein "Recht auf Demokratie" ergebe sich zwar aus der Summe der Menschenrechte, werde aber leider nicht überall so gesehen. Man werde jedenfalls insgesamt weiter daran arbeiten, dass Menschenrechte mehr Gewicht bekommen, und zwar mit dem immer wieder zu betonenden Grundsatz "für alle Menschen".

Quelle: Parlamentskorrespondenz Nr. 122 vom 13.02.2017
Bilder: © Parlamentsdirektion / Johannes Zinner

Vizepräsidentin des Verfassungsgerichtshofes Brigitte Bierlein bei ihrer Laudatio
Von links: Patricia Hladschik, Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte, Vizepräsidentin des Verfassungsgerichtshofes Brigitte Bierlein, Thomas Geldmacher, Parlamentsvizedirektorin Susanne Janistyn-Novák, Nationalratspräsidentin Doris Bures (S), Manfried Welan, Mario Friedwagner, Klaus Unterberger, ORF
Patricia Hladschik, Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte