99 Jahre Frauenwahlrecht. 69 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Stationen des Protestwanderwegs

Der Erste Wiener Protestwanderweg bereitet sich bereits auf das Gedenk- und Erinnerungsjahr 2018 vor und bietet ab 20. November 2017 zwei neue vom Bildungsministerium finanzierte Themenschwerpunkte: Die bereits bestehende Station zum Wahlrecht wird um ein Kapitel zum Frauenwahlrecht erweitert und eine neue Station widmet sich der Geschichte und Bedeutung der Erklärung der Menschenrechte.

Die Eröffnungswanderung findet am 20. November mit der 6D Klasse der AHS Rahlgasse statt. Ab diesem Tag sind auch die Informationen zu den neuen Stationen (online) verfügbar. Der Schriftsteller Martin Auer begleitet die Klasse zu mehreren Stationen, die dem Kampf um Demokratie und Menschenrechte im Wiener Stadtbild nachspüren: Bei der „Rosa Lila Villa“ wird der Kampf um die Rechte homosexueller Menschen thematisiert; danach geht es ins Menschenrechtsbüro der Stadt Wien und zum Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte, wo verschiedene Aspekte der Menschenrechte erörtert werden. Einen Blick weiter zurück in die Geschichte gibt die Station „Hebenstreit und die Wiener Jakobiner“, wo jener Männer gedacht wird, die 1764 eine demokratische Staatsordnung gefordert hatten und dafür mit Haftstrafen oder sogar dem Tode bestraft wurden.

Der Lehrer der begleitenden Klasse, Bernhard Köhle, freut sich, dass seine SchülerInnen bei der Eröffnung der neuen Teile dabei sein können: „Wir in der Rahlgasse sind stolz, dass unser Haus selbst eine Station dieses Wanderwegs beheimatet, bei der die Geschichte des ersten Wiener Mädchengymnasiums dargestellt wird. Geschlechtergerechtigkeit und das Aufbrechen von Rollenklischees sind uns bis heute wichtiger Teil unseres Bildungsauftrags. Darum passen die neuen Stationen auch gut zu den Schwerpunkten unserer Schule.“

Der Erste Wiener Protestwanderweg ist ein Projekt, das Zentrum polis – Politik Lernen in der Schule gemeinsam mit dem Autor Martin Auer 2012 ins Leben gerufen hat. Seither sind 17 Stationen in Wien eröffnet worden: Bei jedem dieser Orte finden Interessierte Tafeln mit Kurzinformationen und können über einen QR-Code ausführliche Beschreibungen in Bild und Ton abrufen. Für Jugendgruppen gibt es auch Aufgaben und für Lehrkräfte wird ein Begleitheft für die Vor- und Nachbereitung zur Verfügung gestellt.

Informationen zum Protestwanderweg finden Sie unter folgendem Link.

Alle Stationen sind im öffentlichen Raum sichtbar und können vor Ort angehört werden. Natürlich sind sie auch vom Sofa aus anwählbar auf der Website des Protestwanderwegs.

Die neue Station zum Thema Menschenrechte: Station bei Zentrum polis und dem Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte

Das neue Unterkapitel zum Thema Frauenwahlrecht: Station beim Parlament