Buchforum EU & International: Sozialkapitel in Handelsabkommen

25.04.2012 - 18:00
25.04.2012 - 20:00

ArbeitnehmerInnenrechte am Verhandlungstisch - Kolumbien als Prüfstein

Seit 2007 verhandelt die EU verstärkt bilaterale Freihandelsabkommen mit Drittstaaten aus. Die Verhandlungen mit Ländern, in denen internationale Mindestarbeitsnormen verletzt werden, ließen Forderungen seitens der Zivilgesellschaft und der ArbeitnehmerInnenorganisationen nach Sozialkapiteln laut werden.

Diese bieten nämlich die Chance, Vereinbarungen über die soziale Dimension der europäischen Handelsbeziehungen und damit zum effektiven Schutz der Arbeitskräfte auf bilateraler Ebene zu treffen. Der aktuelle Sammelband „Sozialkapitel in Handelsabkommen“, herausgegeben von Christoph Scherrer und Andreas Hänlein, wird die Diskussion darüber wesentlich bereichern. Das Buch legt systematisch dar, wie derartige Sozialkapitel ökonomisch zu begründen, juristisch abzusichern und politisch zu legitimieren sind.

Einen aktuellen Anlassfall für die praktische Umsetzung von Sozial- bzw. Nachhaltigkeitskapiteln bietet das höchst umstrittene Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kolumbien. Mehr als die Hälfte der weltweiten Morde an GewerkschafterInnen werden in Kolumbien verübt. Verbindliche Mechanismen zum Schutz von Gewerkschaftsrechten sind dennoch nicht im Abkommen vorgesehen.

Unter den Rednern ist auch Karin Lukas, Leiterin des Teams für Entwicklungszusammenarbeit und Wirtschaft am Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte. Sie spricht zu dem Thema: "Die bilaterale Ebene: Sozialnormen in Nachhaltigkeitskapiteln bilateraler Freihandelsabkommen".

Das Programm sowie Informationen zur Anmeldung finden Sie im Anhang zum Herunterladen.

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