Band 23 | 2012: Universal Criminal Jurisdiction and the Crime of Torture

herausgegeben von Manfred Nowak, Fiona Steinert und Hannes Tretter

Universal Criminal Jurisdiction and the Crime of Torture
Berg

Staatlich finanzierte Folter ist die eindeutig am meisten zu verachtende Praxis weltweit. Dennoch bleibt es umstritten Folter zu bestrafen - vor allem wenn es darum geht die politische Elite von Regimen zur Verantwortung zu ziehen. Verfahren gegen hochrangige Amtsträger, die in Folter verstrickt sind, missglücken weiterhin, sowohl in ihren Heimatländern als auch im Ausland. Das Ergebnis ist oft Straflosigkeit.

Diese Studie untersucht die politischen, rechtlichen und praktischen Hürden, welche bis jetzt die Effektivität universaler Gerichtsbarkeit, die diese Straflosigkeitslücke in Angriff nimmt, eingeschränkt haben. Es wird erforscht, wie universale Gerichtsbarkeit den Rahmen internationaler rechtlicher Verantwortlichkeit für Folter stärken kann. Dazu werden international beachtete Prozesse gegen kontroversielle Personen (zB: Pinochet, Zardad, Habré) beleuchtet.

Dieses Buch ist ein unentbehrliches Werkzeug, um das System universaler Gerichtsbarkeit unter der UN-Anti-Folter-Konvention zu verstehen. Es ist vor allem interessant für juristische PraktikerInnen, die akademische Welt, AmtsträgerInnen und NGOs, die in die Förderung von Menschenrechten involviert sind.